Das Podest
- 1. Atle Lie McGrath (NOR) 1:38,85 Minuten
- 2. Henrik Kristoffersen (NOR) +0,01 Sekunden
- 3. Lucas Pinheiro Braathen (BRA) +0,04
Enger hätte es kaum kommen können: Atle Lie McGrath verwaltete im Final-Durchgang seine Halbzeit-Führung und stand auch am Ende zuoberst auf der Rangliste. Das Podest trennten am «Podkoren»-Hang aber nur vier mickrige Hundertstelsekunden. Unfassbar: Sogar der 6.-platzierte Clément Noël verpasste den Sieg nur um 0,12 Sekunden.
Die Norweger durften sich dank Henrik Kristoffersen, der sich vom 4. auf den 2. Rang verbesserte, über einen Doppelsieg freuen. Lucas Pinheiro Braathen, nach dem 1. Lauf noch 2., verlor im letzten Sektor noch seinen gesamten Vorsprung und fiel so hinter Kristoffersen zurück.
Sinnbildlich für dieses Rennen ist die Kugelentscheidung im Slalomweltcup von allen die wohl spannendste: Vor dem Spektakel in Slowenien hatte der Vorsprung von McGrath auf Pinheiro Braathen ein Pünktchen betragen. Diesen konnte er aber nun auf 41 Punkte ausbauen.
Die Schweizer
- 10. Tanguy Nef +0,50 Sekunden
- 23. Daniel Yule +1,24
- 24. Ramon Zenhäusern +1,30
- Out im 1. Lauf: Marc Rochat (33.), Sandro Simonet (38.), Joel Lütolf (45.), Loïc Meillard und Matthias Iten (beide DNF)
Erstmals in dieser Saison brachte Slalom-Olympiasieger Loïc Meillard einen 1. Lauf in seiner Paradedisziplin nicht ins Ziel. Der Walliser schied auf dem Weg zur Bestzeit im dritten Sektor aus und musste sich somit aus dem Kampf um die kleine Kristallkugel verabschieden.
In Meillards Abwesenheit sorgte Tanguy Nef für das beste Schweizer Ergebnis. Einen möglichen Podestplatz vergab der Team-Olympiasieger nach einem Fehler im 2. Sektor des 2. Laufs. Ramon Zenhäusern, der 2019 in Kranjska Gora triumphiert hatte, und Daniel Yule (15. resp. 18. nach dem 1. Lauf) verloren beide nach nicht optimalen 2. Läufen noch einige Ränge.
Das Weltcupfinale knapp verpassen wird Matthias Iten. Der 26-jährige Zuger war als 26. der Slalom-Wertung dringend auf Punkte angewiesen. Diese Mission misslang ihm, auch für ihn war nach einem Einfädler im 1. Durchgang vorzeitig Schluss.
So geht's weiter
Es folgt ein Speed-Wochenende mit zwei Super-G und einer Abfahrt in Courchevel. Vom 21. bis 25. März steigt dann das Weltcupfinale in Lillehammer, im Slalom wird die Schweiz durch Meillard, Nef und Yule vertreten.