Das Podest
- 1. Timon Haugan (NOR) 2:03,75 Minuten
- 2. Loïc Meillard (SUI) +0,44 Sekunden
- 3. Eduard Hallberg (FIN) +1,03
Für Loïc Meillard könnte der Ski-Winter gut und gerne noch ein paar Wochen andauern. Wie schon am Dienstag im Riesenslalom stand der Walliser beim Weltcup-Finale im norwegischen Hafjell im Slalom als 2. auf dem Podest und bestätigte damit seine starke Frühlingsform: Es war der 8. Podestplatz in den letzten 10 Rennen (inkl. Olympia). Insgesamt fuhr der 29-Jährige diese Saison in acht Weltcuprennen in die Top 3.
Olympiasieger Meillard hatte den 2. Lauf in Hafjell als Letzter in Angriff genommen. Gegen den entfesselten Timon Haugan war in der Entscheidung aber kein Kraut gewachsen. Der Norweger machte einen Sprung von Rang 3 auf 1 und distanzierte Meillard um 0,44 Sekunden. Das Podest komplettierte der Finne Eduard Hallberg.
«Ich bin enttäuscht, weil ich nicht mein bestes Skifahren gezeigt habe im zweiten Lauf», sagte der als Perfektionist bekannte Meillard nach dem Rennen. «Schade, konnte ich die Saison nicht mit einem perfekten Lauf abschliessen. Aber am Ende ist ein weiteres Podest im Slalom wunderschön.»
Die Kugel-Entscheidung
Vier Fahrer waren vor dem letzten Rennen der Saison theoretisch noch für den Gewinn der kleinen Kugel in Frage gekommen. Der führende Atle Lie McGrath liess sich seine erste Kugel in der Heimat nicht mehr nehmen, war dabei aber auf Mithilfe seines Jugendfreundes Lucas Pinheiro Braathen (BRA) angewiesen.
Nach einem bescheidenen 2. Lauf hätte er von Braathen noch überflügelt werden können. Der Gewinner der Riesenslalom-Wertung fädelte aber unmittelbar nach McGrath ein und machte den Norweger (8.) damit zum Sieger der Slalom-Wertung. Braathen beendete die Slalom-Saison als 3., Clément Noël klassierte sich in der Disziplinenwertung als 2.
Die weiteren Schweizer
- 6. Tanguy Nef +1,67
- 15. Daniel Yule +2,95
- Ausgeschieden im 1. Lauf: Giuliano Fux
Für Tanguy Nef und Daniel Yule war die Dernière ein Spiegelbild des gesamten Winters. Nef fuhr dank zwei soliden Läufen als 6. zwar zum siebten Mal in die Top 10, für den Sprung nach ganz vorne reichte es dem Genfer aber erneut nicht. Yule verlor auf der ramponierten Piste schon im 1. Lauf viel Zeit, machte im 2. Lauf dann immerhin noch vier Ränge gut.
Für Giuliano Fux endete die Weltcup-Feuertaufe mit einer Enttäuschung. Der Walliser Juniorenweltmeister fädelte im 1. Lauf nach rund 20 Fahrsekunden ein und schied aus.