Das Podest
- 1. Atle Lie McGrath (NOR) 1:45,99 Minuten
- 2. Lucas Pinheiro Braathen (BRA) +0,47 Sekunden
- 3. Henrik Kristoffersen (NOR) +0,81
Atle Lie McGrath ist seinem Ruf als Wengen-Spezialist einmal mehr gerecht geworden. Nach den Rängen 5, 2 und 1 in den letzten drei Jahren liess der Norweger einen weiteren Sieg folgen. Seinen Halbzeit-Vorsprung verwaltete er gekonnt und brachte 47 Hundertstel Vorsprung auf seinen ehemaligen Teamkollegen und Freund Lucas Pinheiro Braathen ins Ziel. Erstmals in seiner Karriere eroberte er damit auch die rote Startnummer des Disziplinen-Führenden.
Dritter wurde mit Henrik Kristoffersen ein weiterer Norweger. Der Routinier feierte gleichzeitig ein beeindruckendes Jubiläum: Er fuhr seinen 100. Podestplatz ein. Dank Timon Haugan (5.) und Eirik Hystad Solberg (10.) klassierten sich insgesamt 4 norwegische Fahrer in den Top 10 – Pinheiro Braathen, der für Brasilien startet, nicht mitgezählt.
Die Schweizer
- 4. Loïc Meillard +1,30
- 6. Matthias Iten +2,07
- 18. Daniel Yule +2,99
- Out im 1. Lauf: Sandro Simonet (40.), Ramon Zenhäusern (45.), Luca Aerni (47.), Tanguy Nef (DNF), Marc Rochat (DNF)
Ein enttäuschendes Heimrennen erlebte Loïc Meillard. Im 1. Lauf hatte er ex aequo mit Kristoffersen auf Platz 2 gelegen, kam in der Entscheidung aber überhaupt nicht auf Touren. Die 17. Laufzeit spülte den Walliser noch vom Podest. «Es hat an allem gefehlt. Es war richtig schlecht, ich kann gar nicht zufrieden sein», ging Meillard hart mit sich ins Gericht.
Die Geschichte des 2. Durchgangs schrieb Matthias Iten. Gleich 17 Plätze machte er gut und beendete das Rennen als 6. mit seinem besten Resultat im Weltcup. Es war schon die zweite aufsehenerregende Aufholjagd des Zugers in dieser Saison. In Val d'Isère war er vom 30. auf den 10. Rang vorgeprescht. Als dritter Schweizer Slalom-Fahrer nach Meillard und Tanguy Nef erfüllte er damit die Selektionsvorgaben des Verbands für die Olympischen Spiele im Februar.
Nef seinerseits war das Glück nicht hold. Er fädelte im 1. Lauf nach etwas mehr als 30 Fahrsekunden ein und verzeichnete seinen zweiten Ausfall in diesem Winter. Nachdem er zuletzt in Adelboden Aufwärtstendenz bewiesen hatte und in die Top 15 gefahren war, fiel Ramon Zenhäusern ins alte Fahrwasser zurück. Als 45. verpasste er die Entscheidung deutlich.
So geht es weiter
Am kommenden Wochenende folgen in Kitzbühel die nächsten Klassiker. Los geht es am Freitag mit dem Super-G, bevor am Samstag die Hahnenkamm-Abfahrt stattfindet. Den Abschluss bildet wie üblich der Slalom am Sonntag.