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Verkürzter Klassiker in Wengen Immer wieder Odermatt – 4. Streich am Lauberhorn

Marco Odermatt weist beim Klassiker in Wengen erneut alle in die Schranken. Franjo von Allmen verpasst das Podest knapp.

Das Podest

  • 1. Marco Odermatt (SUI) 1:33,14 Minuten
  • 2. Vincent Kriechmayr (AUT) +0,79 Sekunden
  • 3. Giovanni Franzoni (ITA) +0,90

Am Freitag im Super-G hatte Marco Odermatt das Podest noch verpasst. Tags darauf war der Nidwaldner auf den Punkt bereit. Mit dem 4. Triumph in der prestigeträchtigen Abfahrt am Lauberhorn – dem 4. in Folge – machte er sich zum alleinigen Rekordsieger in der Weltcup-Ära. Franz Klammer und Beat Feuz setzten sich jeweils dreimal durch.

Dass der Klassiker aufgrund des starken Windes im oberen Streckenteil verkürzt geführt wurde, tat der Freude keinen Abbruch. Odermatt fand ab dem Start am Hundschopf in den richtigen Modus, an seine Zeiten in den ersten drei Sektoren kam kein Konkurrent heran. Das Kernen-S, das er im Super-G zu zögerlich angegangen war, gelang ihm mit dem nötigen Risiko diesmal vorzüglich. Im Ziel betrug sein Vorsprung auf den zuvor schon hervorragend gefahrenen Österreicher Vincent Kriechmayr beinahe 8 Zehntel – eine Machtdemonstration.

Die weiteren Schweizer

  • 4. Franjo von Allmen (SUI) +0,93
  • 5. Alexis Monney (SUI) +0,95
  • 13. Marco Kohler +1,63
  • 14. Stefan Rogentin +1,68
  • 17. Justin Murisier +1,91
  • 21. Niels Hintermann +1,99
  • 30. Lars Rösti +2,38
  • 41. Alessio Miggiano +3,06
  • 52. Livio Hiltbrand +4,19

Lange schien es, als könne mit Franjo von Allmen ein weiterer Schweizer das Podest komplettieren. Etwas dagegen hatte indes der Überraschungsmann dieser Tage in Wengen: Giovanni Franzoni, zweimal Trainingsschnellster und Sieger im Super-G, preschte mit Startnummer 28 auf den 3. Platz vor. Nur gerade 3 Hundertstel rettete er auf von Allmen.

Der Zweite von 2025 hatte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Alexis Monney geliefert und das Duell mit seinem Landsmann seinerseits nur um 2 Hundertstel für sich entschieden. Von Allmen war einmal mehr wild unterwegs: Mit der höchsten Einfahrtsgeschwindigkeit im Kernen-S kam er nur so knapp zurecht, bei der Ausfahrt trug es ihn hoch hinauf. Zu Fall kam er dann erst beim Abschwingen im Ziel, blieb aber glücklicherweise unverletzt.

Mit drei Fahrern in den Top 5 gelang den Schweizern vor heimischer Kulisse trotz «Spassbremse» Franzoni ein bestechendes Team-Resultat. Abgerundet wurde dieses mit den Top-15-Rängen von Marco Kohler und Stefan Rogentin, die damit beide die Olympia-Selektionskriterien von Swiss-Ski in der Abfahrt erfüllten.

So geht's weiter

Am Sonntag wird in Wengen der Slalom ausgetragen. Nächstes Wochenende stehen dann mit den Hahnenkammrennen in Kitzbühel schon die nächsten Highlights an.

Resultate

SRF zwei, Sportlive, 17.01.2026, 12:00 Uhr ; 

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