Schwere Stürze hatten den Ski-Weltcup in den vergangenen Jahren überschattet. Aleksander Kilde ist auch zwei Jahre nach seinem Abflug in Wengen nicht zurück bei alter Stärke, Cyprien Sarrazin kehrte bis jetzt nicht auf die Weltcup-Pisten zurück.
Im abgelaufenen Winter war es in dieser Sparte etwas ruhiger: FIS-Rennchef Markus Waldner bestätigt die Vermutungen. Im Vergleich zu den letzten zwei Saisons sei die Zahl der schweren Verletzungen zurückgegangen. Man müsse zwar vorsichtig sein mit Rückschlüssen, doch Waldner sieht einen Grund für die Abnahme bei der Pistenpräparation, die heuer angepasst worden ist.
Weitere Massnahmen geplant
«Wir haben in der Grundpräparation gleich viel Wasser benutzt, aber vermieden, dass wir oberflächliche Eisbahnen haben.» Mit Ausnahme der Rennen in Schladming, wo einsetzender Regen die Vorbereitungen erschwert hatte, sei dies gut gelungen.
«Generell waren die Pisten kompakter, dadurch waren die Service-Leute gezwungen, das Material zu entschärfen.» In der Folge habe man auch weniger Verschneider gesehen, die häufig am Ursprung schwerer Stürze gestanden haben, erklärt Waldner. Der Südtiroler hat auch Verständnis für kritische Stimmen, schliesslich seien bei extremen Bedingungen häufig die ganz guten Fahrer besser. «Aber wenn die Verletzungen zurückgehen, sind wir auf dem richtigen Weg.»
Die FIS habe zudem weitere Massnahmen im Köcher. Der Airbag soll weiterentwickelt werden, ebenso wie die schnittfeste Unterwäsche. Auch die Helme sollen in Zusammenarbeit mit Universitäten verbessert werden. Zu guter Letzt wird auch die Höhe der Skischuhe ein Thema bleiben. «Die Gesamtschuhhöhe wird limitiert werden», stellt Waldner klar.