Praktisch aus dem Nichts tauchte Johnson 1984 auf der Abfahrtsbühne auf. Mit einem Husarenritt gewann er das Lauberhornrennen. Wenige Wochen später fuhr «Wild Bill», wie er wegen seiner kompromisslosen Fahrweise genannt wurde, gar zu Olympiagold - vor dem Schweizer Favoriten Peter Müller.
Im Anschluss gewann Johnson in Aspen und Whistler zwei weitere Weltcup-Rennen. Seine Karriere blieb aber kurz. Nach Verletzungen und wegen Formschwäche wurde er für Olympia 1988 nicht mehr aufgeboten. 1990 trat er zurück.
Mehrere Schicksalsschläge
Der Tod seines 17 Monate alten Sohnes warf ihn 1992 aus der Bahn. Scheidung und finanzieller Ruin waren die Folge. 2001 zog sich Johnson bei einem Skiunfall derart schwere Verletzungen zu, dass er bleibende Gehirnschäden davontrug.
Seit einem Schlaganfall 2010 verschlechterte sich sein Zustand kontinuierlich. Zuletzt war er fast vollständig gelähmt und lebte in einem Pflegeheim.