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Weltcup-Überflieger Caviezel Der steinige Weg bis zum Whisky mit Svindal

Nach vielen Verletzungen ist Mauro Caviezel endgültig der Durchbruch gelungen. Seine Erfolge sind eine grosse Genugtuung.

Das Verletzungsbulletin von Mauro Caviezel ist lang: Kreuzbandriss und Meniskusschaden 2011, Wadenbeinbruch 2015, Handverletzung 2016. Dazu kommen noch weitere Blessuren. Immer wieder wurde der Bündner zu langen Pausen gezwungen.

Seit der Saison 2016/17 blieb Caviezel aber vor gesundheitlichen Rückschlägen verschont. Zu was er in fittem Zustand fähig ist, hat er mittlerweile mehrfach bewiesen. In St. Moritz holte er im Februar 2017 in der Kombination WM-Bronze. Im März des gleichen Jahres stand er beim Super-G in Aspen als Dritter erstmals auf einem Weltcup-Podest.

Dass es so laufen würde, hätte ich nicht gedacht.
Autor: Mauro Caviezel

Nun gelang ihm der perfekte Saisonstart. Bei 4 Starts stand er 3 Mal auf dem Podest. «Es fühlt sich sehr gut an. Dass es so laufen würde, hätte ich nicht gedacht», erklärt Caviezel in Beaver Creek, das er mit der roten Startnummer für den Führenden im Super-G-Weltcup verlässt. «Ich habe mir sonst nie Gedanken wegen dieser Nummer gemacht. Sie nun aber zu tragen, tut mir sehr gut.»

In Beaver Creek durfte er an der Siegerehrung zur Belohnung unter anderem mit Aksel Svindal Whisky trinken. Dass er nun regelmässig bei solchen Zeremonien dabei sein kann, ist für Caviezel nicht selbstverständlich. «Ich hatte einen unfallfreien Sommer und eine gute Vorbereitung. Aber wenn es im Sommer gut läuft, heisst das noch nicht, dass es auch im Winter gut klappt. Deshalb schätze ich es sehr, dass ich so starten konnte.»

Es ist schön, bei den Rennen positive Emotionen zu haben. Es gibt genug negative in meiner Karriere.
Autor: Mauro Caviezel

Trotz des guten Laufs bleibt Caviezel aber bescheiden. Die Gefahr abzuheben besteht bei ihm nach all den Rückschlägen nicht. «Man darf sich nie an die Erfolge gewöhnen. Es kann schnell auch wieder auf die andere Seite kippen.» Dennoch sind die guten Ergebnisse eine grosse Genugtuung. «Es ist schön, bei den Rennen positive Emotionen zu haben. Es gibt genug negative in meiner Karriere.»

Schwung nach Europa mitnehmen

Für Caviezel geht es von Nordamerika nun zurück nach Europa. Mitte Dezember will er auch in Val Gardena für Furore sorgen. «Das was in Nordamerika funktioniert hat, muss zwar nicht unbedingt auch in Europa funktionieren. Aber ich hoffe, ich kann den Schwung mitnehmen.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 01.12.2018, 19:55 Uhr

2 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Müller (P.Müller)
    Lockerheit ist das Stichwort! Als Beispiel dafür sehe ich Shiffrin bei den Frauen. Da gibt es, so scheint es nur das Skifahren und sonst gar nichts. Auch kein Druck, keine Verbandsquerelen, keine Ablenkungen von Abseits der Skipiste.... Ihr Antrieb ist der Vergleich mit der Konkurenz, und die Freude am Rennen-blochen. Eimal "nur" 4te? Egal. Ausschlafen und neu starten. Voll easy!
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  • Kommentar von Philipp Spuhler (phsp)
    Wunderbar dass es ihm jetzt so gut läuft. Dank seinem unbändigern Willen,Fleiss und Optimismus.
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