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Weltcup Männer Zwei Meter geballte Schweizer Hoffnung

Ramon Zenhäusern ist aus Schweizer Sicht der Gewinner der Berner Oberländer Skiwoche. Der zwei Meter grosse Stangenakrobat war in den Slaloms von Adelboden und Wengen jeweils bester Schweizer und gilt im wahrsten Sinne des Wortes als grosse Swiss-Ski-Hoffnung.

Ramon Zenhäusern jubelt im Ziel von Wengen.
Legende: Hat noch Grosses vor Ramon Zenhäusern fuhr in Wengen zum 2. Mal in Serie in die Weltcuppunkte. Keystone

Am Ende stand Rang 21 hinter dem Namen von Ramon Zenhäusern. Für den Visper war es die Bestätigung, dass er auf dem richtigen Weg ist. Der erst 20-Jährige bestritt in Wengen erst sein 6. Weltcuprennen, war nach seinem 22. Platz in Adelboden aber erneut der beste Schweizer.

Premiere in der Leaderbox

Er durfte sogar kurz das Scheinwerferlicht in der Leaderbox geniessen: «Das war ein cooles Gefühl, sonst kannte ich die Box nur vom Fernsehen.» Vor der roten Tafel zu stehen war aber genau das Ziel von Zenhäusern für den 2. Lauf gewesen.

Grösse als Vorteil

Dass er Skifahren kann, hat der Walliser eindrücklich bewiesen. Adelboden und Wengen gehören zu den schwierigsten Strecken im Slalom-Weltcup. Trotz seiner suboptimalen Grösse scheint er im Stangenwald bestens zurecht zu kommen. «Die Grösse ist am Anfang schon ein Handicap. Vor allem, wenn der Körper noch nicht austrainiert ist», gibt Zenhäusern zu. «Doch sobald die Muskulatur genügend ausgeprägt ist, denke ich, dass die Grösse ein Vorteil sein kann, wegen den Winkeln.»

Von der Schulstube ins Rampenlicht

Zenhäusern, der noch die Schule besucht, steht erst am Anfang seiner Karriere. Nach seinen guten Leistungen im Weltcup keimen aber im Schweizer Lager bereits Hoffnungen, dass er im Slalom dereinst für Erfolge sorgen könnte. Als Heilsbringer sieht er sich aber nicht: «Wir haben mit Markus Vogel und Marc Gini zwei super Teamleader, die ihre Sache gut machen und uns Jungen viel Druck nehmen.»

Dennoch wird nach seinen Auftritten auch die WM in Schladming zum Thema: «Darüber mache ich mir keine Gedanken, das zu entscheiden ist Sache der Trainer», meint Zenhäusern. Der Alltag des Wallisers heisst ab Montag wieder «Schulstube». Auch grosse Sportler haben mal klein angefangen.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Gut zu wissen, dass auch so gross Gewachsene im Slalom bestehen können, obwohl es immer heisst, sie sollten nicht allzu gross sein, trotz der Erfolge z. B. eines André Myhrer. Es wäre wirklich schön, wenn ein Schweizer Slalomfahrer einmal den "Reinalter-Fluch" besiegen und einen WM-Titel oder Olympiasieg holen könnte. Der Letzte war der eben genannte Edy Reinalter im Jahr 1948 (!). Silvan Zurbriggen war einmal mit Silber am nächsten dran, doch dann wechselte er leider zu den Speedern.
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  • Kommentar von keinblattvordenmund, bern
    Individuell gut, die Chance bekommen und genutzt. Das Slalom Team macht insgesamt zur Zeit den besten Eindruck bei den Alpinen. Aber ob die WM aber deswegen schon ein Thema sei, muss gut überlegt werden. Diese Jungen müssen sorgfältig und umsichtig aufgebaut werden. Swiss Ski hat zuvor ganze Jahrgänge verloren, z.T. auch durch eigenes Verschulden.
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  • Kommentar von Salzgeber Pius, Raron
    Bravo Ramon dein Auftritt in Wengen war grandios.. so werden Stars geboren. bleibe weiterhin in deiner erfrischenden und freundlichen Art unser neuer Oberwalliser Volksvertreter
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    1. Antwort von Willi Glogger, Watt
      Lieber Ramon - aber bitte Vorsicht. Murisier und Schmidiger haben auch im Juniorenalter brilliert, sind aber nach Verletzungen zurückgebunden. Ich hoffe, dass sie wieder auferstehen und zusammen mit Dir, Aerni, Vogel und Gini ein top Sextett im Slalom bilden. Also vor allem BLIIB GSUND!
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