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Der Schlusspunkt: Djokovic verteidigt gegen Thiem die Trophäe
Aus sportpanorama vom 02.02.2020.
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Das «A bis Z» aus Melbourne Barty-Crasher, ein endlicher Houdini und ein zäher Champion

SRF-Tenniskommentator Stefan Bürer präsentiert seinen persönlichen Rückblick zu den Australian Open.

  • A wie Ash

Kurzform von Ashleigh. Barty. Nummer 1 der Welt. Australien wartet seit 1978 (Chris O’Neil) auf eine Einheimische als Siegerin. Und wartet weiter. Die Barty-Party endete diesmal im Halbfinal.

  • B wie Belinda

Nach dem Halbfinal an den US Open und dem neuerlichen Einzug in die Top 10 hatte man sich einiges mehr erwartet als nur ein Game in der 3. Runde gegen Anett Kontaveit. Eine verpasste Chance, besonders, wenn man sich vor Augen hält, wer den Final erreichte: Muguruza und Kenin. → G und I

  • C wie Caroline Wozniacki

Beendete die Karriere dort, wo sie vor 2 Jahren ihren grössten Erfolg gefeiert hatte. Die Australian Open blieben zwar der einzige Grand Slam-Titel, aber die Dänin bleibt als eine der grössten Fighterinnen auf der Tour in Erinnerung.

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2018: Wozniacki siegt in Melbourne
Aus Tagesschau vom 27.01.2018.
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  • D wie Djokovic

8 Finals, 8 Siege. Wie zäh der Serbe in solchen Matches ist, musste diesmal Dominic Thiem erfahren. Behält Novak diesen unbedingten Siegeswillen, wird er nicht bei 17 Grand-Slam-Titeln stehenbleiben. Diskussionslos der beste Spieler der letzten 10 Jahre.

Übersichtsbild auf den gefüllten Centre Court mit Novak Djokovic auf dem Platz.
Legende: Im Schaufenster Die Tenniswelt blickte gebannt 2 Wochen lang nach Melbourne. Was bleibt uns in Erinnerung? Keystone
  • E wie ewig

Nichts währt ewig. Nicht einmal die Karriere von Federer. Wann sie wirklich zu Ende sein wird: Keiner weiss es, nicht einmal er selber. Mein Tipp: Machen Sie es wie ich. Nehmen Sie jedes weitere Turnier, jeden weiteren Match als Zugabe.

  • F wie Frankreich

Stellte 3 der 4 Halbfinalisten bei den Junioren. Und das Endspiel war rein französisch. «La Grande Nation» hofft, dass es nun bald endlich auch bei den Profis wieder mal was zu feiern gibt.

  • G wie Garbiñe Muguruza

Niemand hatte mit ihr gerechnet. Zu unkonstant spielte die Spanierin in den letzten Jahren. In Melbourne verlor sie in der 1. Runde den ersten Satz mit 0:6. Doch dann startete sie durch. Und hätte den Final wohl gewonnen, wenn sie im 3. Satz nicht plötzlich komplett blockiert gewesen wäre.

  • H wie Halep

Nach dem überraschenden Out von Barty im Halbfinal die verbliebene Topfavoritin. Scheiterte an Muguruza und vielleicht auch etwas an den eigenen Nerven.

  • I wie insane

Englisch für irrwitzig, komplett wahnsinnig. Das sei ihr Erfolg, meinte die Siegerin bei den Frauen, Sofia Kenin. Ihr Sieg steht für die momentane, totale Unberechenbarkeit auf der Frauentour. Zum vierten Mal in Folge stand bei einem Major-Turnier keine Spielerin aus den Top 5 im Final.

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Erfolgsstory: Kenin dankt nach dem Sieg ihrer Familie
Aus Sport-Clip vom 01.02.2020.
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  • J wie Junioren

4 Schweizer Junioren am Start, 3 davon in den Top 7 gesetzt: ein Versprechen für die Zukunft! Und Dominic Stricker forderte dem späteren Sieger Harold Mayot im Viertelfinal alles ab (5:7 im 3. Satz).

  • K wie Kyrgios

Gereift. Auf und neben dem Platz. War an vorderster Front beim Sammeln für die Folgen der verheerenden Buschbrände. Auf dem Platz hätte es gegen Nadal auch reichen können, wenn er nicht zuvor zu viel Kraft gegen Karen Chatschanow verbraucht hätte.

  • L wie Leistung

Viel zu wenig gewürdigt: Jene der Rollstuhl-Athletinnen und Athleten. Sensationelles Niveau! Yui Kamiji bei den Frauen und Shingo Kunieda bei den Männern siegten, und die Finals wurden im australischen TV live übertragen.

  • M wie Maestro

Federer zeigte sich zweimal als Houdini. Eine Steigerung der Entfesselungskünste war nach dem Match gegen John Millman nicht denkbar. Aber ein Federer kriegt auch das hin. Den Viertelfinal gegen Tennys Sandgren nach Abwehr von 7 Matchbällen noch zu gewinnen, war denkwürdig.

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Federers 7 abgewehrte Matchbälle im Schnelldurchlauf
Aus Sport-Clip vom 28.01.2020.
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  • N wie Nadal

Melbourne ist weiterhin nicht sein Turnier. Diesmal wurde der Spanier zumindest nicht von einer Verletzung gestoppt, sondern von Thiem, der an diesem Tag die noch höhere Intensität hinbrachte als Rafa. Und das ist schwierig genug.

  • O wie Osaka

Kam als Titelverteidigerin wie schon bei den US Open nicht mit dem Druck klar. Scheiterte sang- und klanglos an Coco Gauff.

  • P wie Peace

RIP – Rest in Peace. Der Tod von Kobe Bryant und seiner Tochter bewegte auch Melbourne, bei den Spielern vor allem Nick Kyrgios und Novak Djokovic.

  • Q wie Qiang Wang

Sorgte mit einem Dreisatzsieg dafür, dass Serena Williams bereits in der 3. Runde ausschied. Und das, nachdem sie vor 6 Monaten bei den US Open gegen Serena nur 1 Game gewonnen hatte.

  • R wie Raonic

Das Spiel des Kanadiers ist weiterhin zu eindimensional. War gegen Djokovic im Viertelfinal chancenlos. In Erinnerung bleibt höchstens, dass er zwischen den Punkten extrem viel Zeit braucht. Was umso mehr auffällt, weil seine Punkte bei eigenem Aufschlag extrem kurz sind. Der Unterhaltungswert seiner Partien strebt gegen Null.

  • S wie Serena

Das Warten auf den 24. Grand-Slam-Titel geht weiter. Und erstmals kamen bei den Experten Zweifel auf, ob die 38-Jährige das angestrebte Ziel wirklich noch erreichen wird.

  • T wie Thiem

Der beste Spieler ohne Grand-Slam-Titel. Hätte sich den Pokal verdient, aber an Djokovic in Melbourne zu scheitern, ist nun wirklich keine Schande.

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Thiem: «Kleine Details gaben den Ausschlag»
Aus Sport-Clip vom 03.02.2020.
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  • U wie USA

Der beste männliche Vertreter der einstigen Tennis-Grossmacht war der Mann mit dem besten Namen in der Tennisszene: Tennys Sandgren. Moralischer Halbfinalist, aber ... M

  • V wie verheerend

Die Buschbrände und ihre Auswirkungen auf das Turnier waren nur vor dem Turnier ein Thema. Melbourne blieb glücklicherweise verschont von den verheerenden Bränden. Was nichts daran ändert, dass allen einmal mehr bewusst wurde, dass es Wichtigeres gibt als Tennis

  • W wie Wawrinka

Der Viertelfinal war ein sehr gutes Resultat für Stan. Wenn er innerhalb der Matches noch eine Spur konstanter wird, ist noch mehr möglich für den Romand.

  • X wie xSachen

Oder eben xGeschichten – wie sie Melbourne auch heuer wieder schrieb. Sie lesen gerade einige davon.

  • Y wie Yastremska

Lag in der 2. Runde gegen Wozniacki 5:7, 4:5 zurück und nahm dann ein medizinisches Timeout. «Sie hatte nichts, und da sie das immer wieder tut, war ich darauf vorbereitet», meinte die Dänin, die cool blieb und schliesslich gewann.

  • Z wie Zverev

Erster Grand Slam-Halbfinal. Endlich. Vielleicht markiert Melbourne 2020 den Durchbruch auf Major-Stufe. Ausserdem sorgte «Sascha» für Aufsehen mit der Ansage, er würde bei einem Turniersieg das gesamte Preisgeld für die Folgen der Buschbrände spenden. Nun spendete er 10'000 Franken für jeden einzelnen Sieg. Bemerkenswert!

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Zverev muss sich in 4 Sätzen Thiem beugen
Aus Sport-Clip vom 31.01.2020.
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Sendebezug: SRF info, sportlive, 02.02.2020 09:30 Uhr

6 Kommentare

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  • Kommentar von Samira Amgarten  (S Amgarten)
    Kyrgios: über Jahre Rüpel, Bad Boy und untragbar sammelt an einem Turnier für einen wohltätigen Zweck und schon wird er als "gereift", "geläutert" und was weiss ich noch alles tituliert. Mein Gott, sind die Leute wirklich so einfach zu blenden? Der hat ja jetzt nicht innert 3 Monaten einen komplette Verwandlung durchlebt. Und falls ja, möchte ich seinen Mentalcoach mal kennen lernen und ein paar Aktien seiner Firma kaufen.
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  • Kommentar von Josef Graf  (Josef Graf)
    Dass Djokovic als "Diskussionslos der beste Spieler der letzten 10 Jahre" bezeichnet wird, erscheint für mich zutreffend. Wenn man zusätzlich berücksichtigt, dass Djokovic dies erreicht hat, obwohl in dieser Zeitspanne mit Federer und Nadal zwei weitere absolute Topstars aktiv waren und noch sind, kann dies nicht hoch genug eingeschätzt werden.
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    1. Antwort von Ron Balti  (Ron Balti)
      Dies Statistik ist am aussagekräftigsten:
      https://www.ultimatetennisstatistics.com/goatList
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  • Kommentar von Martin Meier  (M.Meier)
    Und der Gewinner im Juniorendoppel wird bei diesem best-off gar nicht erwähnt?
    Traurig! Leonardo Riedi hätte es absolut verdient in dieser Liste zu sein.
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    1. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Ich finde es auch schade, dass diese tolle Leistung eines jungen Schweizers nicht gewürdigt wird, vor allem wenn man sieht, dass die glamouröse Wozniacki sogar zweimal gelobt wird.
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    2. Antwort von René Ruf  (RenéR)
      @Martin Meier Absolut! Leandro Riedi sollte hier auch Beachtung finden. Auch mit dem Sieg im Junioren-Doppel figuriert er nun im Junioren-Ranking als bester Schweizer an der 7.Position. In diesem Ranking klassieren sich aktuell 3 CH-Junioren in den Top 12! Bei den Junioren waren insgesamt 4 am Start. CH-Juniorinnen leider keine. Aber bei den nächsten GS-Turnieren wird mind. 1 CH-Juniorin startberechtigt sein.
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