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Meilenstein: Nadal macht die 20 voll
Aus Sport-Clip vom 11.10.2020.
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Paris: Günthardts Einschätzung «Findet Nadal seinen Rhythmus, spielt alles andere keine Rolle»

Die French Open 2020 sind Geschichte. Bei den Männern endeten sie so wie immer seit 2017. Heinz Günthardt, Tennis-Co-Kommentator bei SRF, würdigt Rafael Nadal – aber nicht nur.

Rafael Nadals 13. Titelgewinn in Paris auf seiner bevorzugten Unterlage Sand wird von Tennis-Experte Heinz Günthardt wie folgt auf den Punkt gebracht: «Eine absolute Machtdemonstration!» Die ersten beiden Sätze des Mallorquiners im Final gegen die Weltnummer 1 Novak Djokovic (6:0, 6:2, 7:5) seien schlichtweg überragend gewesen. «Egal, wer auf der anderen Seite gestanden wäre, da hätte keiner mithalten können», glaubt Günthardt.

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Über Nadals Standing: «Eigentlich hätte heuer ja alles anders sein sollen»
Aus Sport-Clip vom 11.10.2020.
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Dabei hätte angeblich 2020 bei den wegen Corona in den Herbst verschobenen French Open alles anders werden sollen. Denn normalerweise sind die fröstelnden Bedingungen, die geherrscht haben, nicht Nadals Domäne. Schwere Bälle seien seiner Spielweise ebenfalls nicht zuträglich. Entsprechend hatte der 34-Jährige – und Fachleute dazu – im Vorfeld eher tief gestapelt.

«Doch Nadal ist hier dermassen überlegen. Findet er einmal seinen Rhythmus, spielt alles andere keine Rolle mehr», sagt Günthardt, «er ist einfach besser als der Rest.»

... und kein Ende in Sicht

Im untenstehenden Video erinnert sich der frühere Doppelspezialist an die Anfänge des «Sandplatz-Königs» in dessen Revier. 2005, gleich bei seiner allerersten Roland-Garros-Teilnahme, eroberte Nadal seinen Premieren-Titel. «Damals war er irrsinnig gut zu Fuss. Ganz so schnell ist er heute nicht mehr, darum musste er seinen Stil anpassen.»

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«Nadal ist nicht mehr ganz so schnell, dafür deutlich offensiver»
Aus Sport-Clip vom 11.10.2020.
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Mit seinem 100. Einzelsieg an der Seine (bei nur 2 Niederlagen und total 16 Starts) hievte sich der Spanier bezüglich Grand-Slam-Triumphe auf die gleiche Stufe wie Roger Federer. Beide Ausnahmekönner halten bei 20 Major-Trophäen – ein Rekord. Ein Ende seiner Paris-Ära ist nicht absehbar.

«Wenn Nadal gesund bleibt, ist er hier auch 2021 wieder Favorit», mutmasst Günthardt – und gibt weiter folgende Prognose ab:

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Je 20 Major-Titel – eine Prognose
Aus Sport-Clip vom 11.10.2020.
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Apropos Ausblick: In den beiden letzten Videos mit Einschätzungen des 61-jährigen Günthardt, langjähriger Tennis-Co-Kommentator bei SRF, erzählt er, was uns in der ungewohnt kurzen Tennis-Saison noch erwartet. Und bei einem generellen Turnier-Rückblick rückt er die Überraschungsfrau Iga Swiatek (WTA 54) sowie Junioren-Champion Dominic Stricker in den Fokus.

SRF zwei, sportlive, 11.10.2020 15:15 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Markus Hüegli, hervorragend Tennis spielen oder noch besser gesagt zelebrieren ist das Eine was RF beherrscht aber daraus Kapitalmässig das Optimum herauszuholen ist eben das Andere und wer Sponsoren Verträge von Weltmarken über Jahrzehnte sein Eigen nennen kann hat es definitiv geschafft!
    Die meisten werden das nie erreichen und schauen ein Lebenslang nur in die Röhre!
    1. Antwort von markus huegli  (Markus Hügli)
      Einverstanden Herr Heusser. Wenn es um Geld verdienen und Exhibitions geht, ist er unangefochten die Nr 1. Nota bene in Ländern, wo Despoten regieren u der Durchschnittsbürger gar nie ein solches Event besuchen kann (siehe die unsägliche Südamerika Tour im letzten Jahr).
  • Kommentar von markus huegli  (Markus Hügli)
    Ja, einer ist halt ein bisschen besser, wenn man die rosarote Schweizerbrille abzieht. Er gewinnt 2 von 3 H2H, ist Einzelolympiasieger und vor allem hat er Fedi auf dessen Unterlage in Wimbledon in einem der besten Matches ever geschlagen. Etwas was dem Schweizer nie gelingen wird.
    1. Antwort von Einrech Wanderer  (einwanderer)
      Keine Frage, eine mirakulöse Leistung von Nadal und Gratulation für diese Top-Leitung. Nur die rosarote Brille sollte man nicht einseitig Fans unterstellen, denn diese könnte auch umgekehrt angezogen werden, wenn man bedenkt, dass in diesem grossen Palmares doch die Weltmeisterschaft fehlt. Da hat Federer immerhin 6 Titel. Oder ist dies schon wieder rosarot ?
    2. Antwort von Heinz Jost  (bikeforfun)
      ist nicht ganz zu vergleichen. Wimbledon wurde von 2003 bis 2006 langsamer und Ballabsprung höher gemacht. Hätte man den Platz gleich gelassen, vielleicht hätte Nadal dort nie gewonnen.
      Schlussendlich egal, sind beide Toptennisspieler, einfach schade dass es den Angriffsspielern immer schwerer gemacht wurde.
  • Kommentar von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
    Nana... Haben sie nicht gesagt, vor dem Final, der Djoker sei Favorit, wegen den langsamen Bedingungen? Es ist doch klar, das Nadal in Paris immer Favorit ist im Final!!
    Egal wie die Bedingungen sind, es ist sein Unterlage!!
    Gratulation Rafa!