- Jelena Rybakina bezwingt im Final der Australian Open die Weltnummer 1 Aryna Sabalenka mit 6:4, 4:6 und 6:4.
- Für die Weltnummer 5 ist es nach Wimbledon 2022 der 2. Grand-Slam-Titel.
- Sabalenka, Turniersiegerin 2023 und 2024, verliert den Melbourne-Final zum 2. Mal in Folge.
Schon fast aussichtslos lag Jelena Rybakina im entscheidenden 3. Satz gegen Aryna Sabalenka mit 0:3 im Hintertreffen. Die Geschichte von 2023, als sich die beiden ebenfalls im Australian-Open-Final duelliert hatten, schien sich zu wiederholen. Auch damals gewann Rybakina den 1. Satz mit 6:4, um sich am Ende doch noch geschlagen geben zu müssen.
Nicht so am 31. Januar 2026: Rybakina kämpfte sich in den Match zurück, gleichzeitig brach Sabalenka auf einmal ein. Das Resultat: Rybakina sicherte sich auf überzeugende Art 5 Games in Folge. Sabalenka kam zwar noch einmal auf 4:5 heran, doch nach 2 Stunden und 18 Minuten verwertete Rybakina den ersten Matchball mit einem Ass zum 6:4, 4:6 und 6:4-Sieg.
Für die in Moskau geborene, aber für Kasachstan spielende Rybakina ging damit eine dreieinhalb Jahre andauernde Durststrecke zu Ende: Im Juli 2022 hatte Rybakina in Wimbledon ihren 1. Major-Triumph gefeiert. Sabalenka hingegen musste im Final von Melbourne zum 2. Mal in Serie als Verliererin vom Platz. Vor einem Jahr hatte sie gegen Madison Keys verloren.
Optimaler Start von Rybakina
Der Showdown in der Rod Laver Arena begann für Rybakina ideal. Sie breakte Sabalenka gleich im 1. Game und konnte ihrerseits den eigenen Aufschlag meist souverän halten. Sabalenka auf der anderen Seite war wenig überraschend überhaupt nicht zufrieden und schüttelte immer wieder den Kopf.
Beim Stand von 3:4 boten sich der 27-Jährigen 2 Breakchancen, die sie jedoch nicht zu nutzen vermochte. Kurz darauf verwertete Rybakina nach etwas mehr als einer halben Stunde den 1. Satzball zum 6:4. Für Sabalenka war es im 12. Match im Jahr 2026 der erste Satzverlust – sowohl Sabalenka als auch Rybakina waren ohne einen verlorenen Satz in den Final eingezogen.
Sabalenka reagiert im 2. Umgang
Im 2. Satz geriet Rybakina beim Stand von 0:1 bei eigenem Service erstmals so richtig unter Druck. Sie wehrte 3 Breakbälle ab und entschied das zu diesem Zeitpunkt engste Game nach rund 10 Minuten doch noch zum 1:1 für sich.
Anschliessend brachten beide Akteurinnen ihren Service ohne grosse Probleme durch. Sabalenka fand sich auf dem Court zunehmend besser zurecht. Das Game zum 4:4 musste die Nummer 1 der Welt zwar zu null hinnehmen. Doch beim nächsten Aufschlag Rybakinas liess Sabalenka ihrer Widersacherin keine Chance und kam mit dem ersten erfolgreichen Breakball zum 6:4.
Diesen Schwung konnte sie allerdings nur bis ins 3. Game des Entscheidungssatzes mitnehmen. Sabalenka verlor damit 3 ihrer letzten 4 Grand-Slam-Finals – den Anfang machte vor einem Jahr in «Down Under» die Niederlage gegen Keys.