Leitlinien mit Qualitätskriterien
Als öffentlich finanziertes Medienhaus hält sich SRF an höchste publizistische Standards. Was Medienqualität ausmacht, dafür gibt die Konzession verschiedene Qualitätskriterien vor: So haben sich die Angebote von SRF durch Relevanz, Professionalität, Unabhängigkeit, Vielfalt und Zugänglichkeit auszuzeichnen.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, orientiert sich SRF an rechtlichen und berufsethischen Vorgaben sowie selbst definierten Normen, etwa den Publizistischen Leitlinien der SRG.
Verschiedene Kontrollinstanzen
Ob SRF die gesetzlichen Auflagen einhält, überwacht eine ganze Reihe externer Organe:
- der Publikumsrat der SRG.D als Berater der Trägerschaft des Vereins SRG SSR,
- die Ombudsstelle der SRG.D als Vermittlerin bei Beanstandungen des Programms,
- die Unabhängige Beschwerdeinstanz (UBI) als gerichtsähnliche Beschwerdestelle und
- das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) als Aufsichtsbehörde für alle Radio- und Fernsehveranstalter.
Studien, Publikumszahlen und Auszeichnungen als Qualitätsnachweis
Dass die hochwertigen Angebote von SRF beim Publikum ankommen, belegen die Nutzungszahlen. Sie zeigen im Radio und TV eine deutliche Marktführerschaft. Auch mit dem Onlineangebot liegt SRF auf den oberen Plätzen.
Zudem würdigen Jahr für Jahr zahlreiche Auszeichnungen aus dem In- und Ausland die herausragenden Leistungen der Bereiche, Redaktionen und Teams.
Auch in wissenschaftlichen Studien zur Medienqualität belegt das Angebot von SRF wiederkehrend Spitzenplätze. So verteilt das «Jahrbuch Qualität der Medien 2025» vom Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft (Fög) der Universität Zürich wie in den Vorjahren viel Lob für SRF und die anderen Unternehmenseinheiten der SRG.
Täglich dem Publikum den Puls fühlen
Ein zentraler Faktor für die Einschätzung der Qualität des SRF-Angebots ist der kontinuierliche Dialog mit dem Publikum. Seit 2015 realisiert SRF daher unter dem Motto «Hallo SRF!» eine Vielzahl an Projekten, um den Publikumsaustausch zu stärken.
Dazu gehören «Hallo SRF!»-Sendungen in Radio und Fernsehen sowie Anlässe in den Regionen und in den SRF-Studios. Hier kann das Publikum seine Fragen und Anregungen mit SRF-Verantwortlichen diskutieren. Der Web-Auftritt srf.ch/hallosrf begleitet die Aktivitäten. Immer wieder stellt der Publikumsservice eine Publikumsfrage des Tages online.
Aus dem internen Qualitätsmanagement
Qualität noch stärker im Fokus
Auch 2025 war es das oberste Ziel von SRF, hochwertige Angebote für das Publikum herzustellen. In Zeiten knapper Finanzen besteht die Gefahr, dass Diskussionen rund um Sparmassnahmen und Effizienzsteigerungen in den Vordergrund rücken. Um die Qualitätssicherung dennoch konsequent zu gewährleisten, hat die Geschäftsleitung von SRF die Angebotsqualität explizit als eines von zwölf Unternehmenszielen festgelegt – versehen mit einem messbaren Key Performance Indicator (KPI). Dieser ist an die vom Publikum wahrgenommene Qualität geknüpft. Der Wert wird in einer regelmässigen Umfrage ermittelt.
Die Verantwortung für das Erreichen des Zielwerts liegt bei zwei Geschäftsleitungsmitgliedern. Die publizistische Qualität ist damit nicht nur regelmässiger Bestandteil der Geschäftsleitungssitzungen, sondern auch offizieller Teil des Quartalsreportings. Diese erhöhte Aufmerksamkeit auf der Qualitätssicherung führt dazu, dass auch innerhalb der einzelnen Genres über die Umsetzung der verbindlichen Qualitätsziele diskutiert wird.
Qualitativ hochstehende Partnerschaften
Für das gesetzlich vorgeschriebene Qualitätsaudit 2025 hat SRF mit «Puls Check» ein Angebot ausgewählt, das mit einem externen Partner produziert wird. Das Ziel war zu überprüfen, ob das Qualitätssicherungssystem auch dann greift, wenn nicht alle Beteiligten bei SRF arbeiten und mit den internen Prozessen vertraut sind. Dies ist deshalb wichtig, weil künftig vermehrt Produktionen mit privaten Partnern aus der Audio- und Video-Industrie realisiert werden.
Die Fachhochschule Graubünden, die für das Audit zuständig ist, stellte den Macherinnen und Machern von «Puls Check» ein gutes Zeugnis aus. Dieses Ergebnis ist angesichts der Herausforderungen bei einer solchen Produktion nicht selbstverständlich. Der externe Blick ermöglichte auch, die Abläufe an verschiedenen Stellen zu schärfen. So wird SRF künftig sicherstellen, dass die beteiligten Partner die publizistischen Leitlinien nicht nur kennen, sondern auch für deren tägliche Umsetzung geschult werden. Es wird auch diskutiert, bei den Partnerorganisationen zusätzliche journalistische Weiterbildung einzuführen. Ausserdem hat die Fachhochschule angeregt, die Gruppe zu vergrössern, die aus externer Sicht Feedback gibt. So soll die Qualität des Formats weiterentwickelt werden.
Neue KI-Wissensplattform
Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz schreitet rasant voran. Daher ist es wichtig, dass die Mitarbeiter:innen lernen, KI-Werkzeuge im journalistischen Alltag sicher anzuwenden, und verstehen, wie andere Akteure diese einsetzen. Eine interne Wissensplattform, die von einem Netzwerk von KI-Expertinnen und -Experten betrieben wird, bietet Informationen, Neuigkeiten, Tutorials und Webinare für eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema. Dort finden sich auch die Angebote der SRF-Ausbildung zu KI- und Informatik-Themen.
Qualität basiert auf dem Know-how der Mitarbeitenden
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der Grundstein für die (Medien-)Qualität und der wichtigste Erfolgsfaktor bei SRF. Darum legt SRF Wert auf ein attraktives Angebot an fachlichen und persönlichen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.
SRF schafft die Rahmenbedingungen, damit sich Potenzial und innovative Ideen entfalten können und Neues entsteht. Darüber hinaus bietet SRF als sozialverantwortlicher Arbeitgeber den Mitarbeitenden ein faires Gesamtpaket.