Zum Inhalt springen

Header

Legende: Welchen Znüni hätten Sie gern? imago
Inhalt

Der Znüni-Streit

Seit vielen Jahren werden an Schulen Znüni-Empfehlungen verteilt. Durchgesetzt haben sie sich noch nicht zur Gänze.

Eigentlich ist es keine Wissenschaft: In die Znüni-Box von Kindergärtnern und Schülern gehört, was gesund ist. Nur: Eltern und Kinder sind sich über den Inhalt oft uneins. Und manche Eltern wiederum lassen sich in ihre Ernährungsgewohnheiten nur ungern hineinreden. Wie viel Genuss darf also sein?

Audio
Streitpunkt «Znüni»
56:40 min, aus Treffpunkt vom 02.12.2015.
abspielen. Laufzeit 56:40 Minuten.

Marianna Honegger vom schulärztlichen Dienst der Stadt Zürich verteilt seit vielen Jahren Znüni-Empfehlungen – eine Aktion, die lange noch nicht überflüssig zu sein scheint. «Es geht immer wieder darum, zu sagen: Was ist die Basis einer gesunden Ernährung?», so Honegger. Dass es mit der Umsetzung des gesunden Znüni hapert, ist manchmal schon ein reines Zeitproblem: Ein Riegel ist schneller mitgenommen als ein Brot geschmiert. So ganz lässt Honegger die Zeitnot als Argument aber nicht gelten, denn ein ganzer Apfel sei schliesslich genauso schnell eingepackt.

Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung gibt als Empfehlung heraus: Hauptsache zuckerfrei. Zu Süsses ist schlecht für Zähne und fördert das Übergewicht.

Wie sieht also ein gesunder Znüni aus?

  • Frische Früchte oder Gemüse
  • Manchmal sind auch exotische Früchte (Mango, Banane) oder Dörrfrüchte okay. Sie enthalten zwar viele Vitamine, Nährstoffe und Mineralstoffe, aber auch konzentrierte fruchteigene Zucker und Säuren, die schädlich für den Zahnschmelz sind. Deshalb eignen sie sich nur hin und wieder für eine Zwischenmahlzeit.
  • Falls das Kind grösseren Hunger hat: (Vollkorn-)Brot, Sandwich oder Vollkorncracker
  • Reiswaffeln oder Knäckebrot
  • Käse oder Frischkäse, hin und wieder Wurst
  • Quark, Joghurt oder Milch – alles aber Nature
  • Nüsse, naturbelassen
  • Wasser oder ungesüsster Tee

Das macht Kindern Appetit auf mehr:

  • Figuren: Karotten-Autos, Gurken-Bären – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Am leichtesten funktioniert das, wenn man die Figuren mit Ausstechformen aus den Gemüsescheiben stanzt.
  • Gesundes als Spiess verpacken

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Ursula Stöckli , 3014 Bern
    Einige Lehrer an unserer Schule haben über Jahre den Kindern das Znüni abgegeben (oder tun es ev. noch immer). Beim Bäcker wurde Brot gekauft, dazu gab es Äpfel, Rüebli, Brotaufstrich... Als Mutter staunte ich zu Beginn, dachte, es sei meine Aufgabe, das Kind zu ernähren, und nicht Aufgabe der Schule. Aber die Vorteile sind markant: Wenig bis kein Abfall durch Verpackungen, alle bekommen etwas und alle das gleiche, jeder nimmt so viel, wie er mag, ev. landet dann auch weniger Essen im Abfall.
  • Kommentar von Lucas Kunz , Fünfte Schweiz
    Frage mich, ob nicht Brot & Co für die Zähne genauso schlecht ist, wie die verpönten Bananen. Unten wird Wurst empfohlen ... Also Wurst gehört sicherlich zu den Nahrungsmitteln, die aufgrund ihres hohen Fettgehalts tierischen Ursprungs, nicht gerade zu empfehlen ist. Ebenso die vielen Milchprodukte mit hohem Fettanteil.
  • Kommentar von S.C , Biel/Bienne
    Ich habe Verständnis wenn man drin schauen will was die Kinder essen. Wenn sie nur süsses essen wie zum Beispiel Schokolade finde ich es selber nicht gut. Ein Sandwich zu essen finde ich ok. Ob das Brot ein Vollkornbrot ist, finde ich übertrieben Brot ist Brot und man wird einfach schnell satt. Zwischendurch eine Frucht mit geben dann ist es ausgewogen.