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Legende: Die Keime gelangen meist über Essen und Wasser in den Darm. Keystone
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Keime ohne Feinde – Antibiotika-Resistenzen aus dem Ausland

Schweizer Touristen bringen zunehmend antibiotikaresistente Bakterien aus dem Urlaub in die Schweiz.

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Antibiotika-resistente Keime als Souvenir
06:00 min, aus Wissenschaftsmagazin vom 28.02.2015.
abspielen. Laufzeit 06:00 Minuten.

Nicht jedes Reiseziel ist gleich tückisch, wenn es um antibiotikaresistente Keime geht. Besonders hoch ist das Risiko dafür in Indien. Über 70 Prozent der Indienreisenden bringen resistente Bakterien im Darm mit nach Hause – und zwar egal, ob es sich um einen Kurztrip ins schicke Hotel oder eine ausgedehnte Rucksackreise quer durchs Land handelte. Die Keime stammen vor allem aus Nahrungsmitteln und Wasser. Ähnlich sieht es mit Ägypten und Thailand aus. Das zeigt eine schwedische Studie, die 2013 im Fachmagazin «Journal of Antimicrobial Chemotherapy» erschienen ist.

Das Problem: In Schwellenländern wie Indien haben viele Menschen einen guten Zugang zu den meist verhältnismässig günstigen Antibiotika – und so werden sie weitgestreut eingesetzt. Genau dieser breite Einsatz aber fördert die Entwicklung von Resistenzen der Keime.

Regeln zum Schutz der Patienten

Der Grossteil der Reisenden merkt nichts von den blinden Passagieren im Darm. Nur wenige erkranken tatsächlich. Theoretisch ist eine Erkrankung auch Monate nach der Rückkehr in die Schweiz noch möglich. Das können zum Beispiel besonders im Falle junger Frauen Blasenentzündungen sein, die unter den klassischen Antibiotika nicht verschwinden. In den Niederlanden werden Patienten deshalb beim Eintritt ins Spital routinemässig nach Indien- und Südostasienreisen in der jüngeren Vergangenheit befragt. So will man verhindern, dass sich die resistenten Reisekeime im Spital ausbreiten und sicherstellen, dass man die Infektion von Anfang an mit einem Antibiotikum bekämpft, gegen das der Erreger noch keine Resistenzen entwickelt hat.

In Schweizer Spitälern gibt es solche Richtlinien bislang nicht. Dennoch hat das medizinische Personal die zurückliegenden Reisen ihrer Patienten zunehmend stärker im Blick – vor allem auch zum Schutze der Mitmenschen: Eine daraus folgende Vorsichtsmassnahme kann sein, dass Betroffene isoliert werden, damit sich keine anderen Patienten anstecken.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von nicole , adliswil
    Hallo tina ich leide auch seit längeren unter den symptomen von bl.hominis. welche therapie hat dir geholfen?
  • Kommentar von Tina Müller , Bern
    Die "fakultativ" pathogenen Keime machen nur einen Teil der befallenen Menschen krank - die anderen leben munter mit den Erregern und brauchen keine Behandlung. Blastocystis hominis ist so ein unangenehmer Gast, der zu chronischem Durchfall und Gewichtsverlust führen kann... Ich bekam leider nicht sofort die richtigen Antibiotika, sondern musste alle durchprobieren! 3x! Von leichten bis zu den allergröbsten 3x/Tag... Die Keime sind nicht sicher weg - aber ich bin symptomfrei. Nur das zählt.
    1. Antwort von Nicola Harrison , Nussbaumen bei Baden
      »Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles!« Autoimmunerkrankungen, Allergien, ein kranker oder sogar löchriger Darm (Leaky Gut), Krebs, ein krankes Immunsystem, Stoffwechselstörungen aller Art und zahlreiche weitere gesundheitliche und psychische Störungen sind der Preis, den wir für die moderne, so praktische und preisgünstige Ernährung zahlen...
    2. Antwort von Nicola Harrison , Nussbaumen bei Baden
      .... für umgezüchtetes Getreide, Pestizide und Umweltgifte, für Medikamentennebenwirkungen, von denen keiner spricht, für Impfschäden, die nicht immer so offensichtlich sind wie bei denjenigen, die zu Autisten oder Behinderten wurden, für Stress und vieles mehr.
    3. Antwort von hp moser , 4565 recherswil
      welchs Medizin hast du genommen? Mfg hp moser 078/7096953