Steht man vor dem Verkaufsregal ist man schier überfordert. Ein Dschungel an Angeboten. Die Inhaltsstoffe und die Konsistenz machen den Unterschied. Und natürlich die Anwendung.
Die Bodylotion
Lotionen gibt es zum Waschen und zur Pflege. Kein Wunder, das Wort «Lotion» kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie «Waschung» oder «Bad». Und auf den ganzen Körper angewendet wird daraus englisch die Bodylotion.
Die Lotion findet auch in der Medizin Anwendung, sei es zum Waschen der Haut oder zur Hautpflege. Eine Lotion ist flüssig oder halbfest. Sie kann über mehr Ölanteile oder mehr Wasseranteile verfügen. Und sie lässt sich grossflächig gut einreiben. Oft hat sie auch einen kühlenden Effekt.
«Gerade im Winter ist sie ein Verkaufsschlager», sagt der Apotheker Martin Emch. «Heizungsluft und die grossen Temperaturunterschiede machen auch die Haut trocken, da kann eine feuchtigkeitsspendende Bodylotion helfen». Der Bodylotion verwandt, ist die Körpermilch. «Diese ist flüssiger und lässt sich noch besser einreiben. Deshalb wird sie gerne für Sonnenschutzmittel für den Körper angewendet.»
Bodylotion kann aber noch viel mehr, wie Forschende herausfanden: Menschen verändern die Luftchemie in Innenräumen in ihrem nahen Umfeld, so das Max-Planck-Institut für Chemie. Dieses Oxidationsfeld werde wesentlich von Körperpflegeprodukten wie der Bodylotion, beeinflusst, da diese eine Barriere zwischen Haut und Umgebung bilde. Und es gibt Hinweise, dass diese Effekte für einen gewissen Schutz der Haut sorgen können.
Die Bodybutter
Meistens kommt sie in einem Topf daher und ist auch in der Menge reichhaltig. Sie ist von der Konsistenz her zu dick für eine Flasche. Reichhaltig ist sie auch für die Haut. Kein Wunder, spricht man von Butter. Aber die Bezeichnung Butter könnte auch auf die Sheabutter zurückgehen. Sheabutter wird vom afrikanischen Karitébaum (auch Sheanussbaum) gewonnen, besser gesagt von den an Fett reichhaltigen Kernen der Früchte. Aus ihr wird häufig Bodybutter hergestellt. Es gibt auch welche, die aus Kokosfett ist.
«Gerade an trockenen Körperstellen wie den Schienbeinen oder den Ellenbogen kann Bodybutter zur Pflege beitragen», sagt der Apotheker Martin Emch.
Die Creme
Sie ist so etwas wie ein Alleskönner: Sie spendet Feuchtigkeit, kann aber auch Wirk- und Arzneistoffe enthalten. Zudem kann man sie gut in die Haut einreiben.
«Cremes sind etwas dicker als eine Bodylotion, aber nicht so dick wie eine Salbe oder eine Bodybutter», so der Experte. Vor allem in der Kosmetikindustrie wird Creme verwendet. Aber auch in der Medizin. Zum Beispiel bei Verstauchungen. Da haben Cremes häufig auch noch einen kühlenden Effekt.
Der Apotheker gibt zu, einheitlich ist die Nomenklatur nicht immer. Aus einer Salbe wird auch mal eine Creme oder umgekehrt.
Die Salbe
Sie hat im Vergleich zur Creme und zur Bodylotion den grössten Fettanteil. Und dient häufig auch als Träger für Arzneimittel.
Die Darreichungsform ist wegen des hohen Fettanteils meistens die Tube. Salbe wird häufig in der Medizin gebraucht. Zum Beispiel in der Dermatologie mit Cortison angereichert. Oder als Wundsalbe.
Der hohe Fettgehalt hat Vorteile: Die Arznei wird weniger schnell weggeschwitzt – zum Beispiel bei Salben oder Cremes mit hohem Fettanteil gegen Fusspilz. Und der hohe Fettgehalt nährt die Haut – an sehr trockenen Stellen wie den Ellenbogen.