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Legende: So intensiv erforscht wie wenige andere Lebensmittel: die Milch. Colourbox
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Milch – Mal top, mal Flop

Eine Milchstudie jagt die nächste. Nun wollen schwedische Forscher herausgefunden haben, dass ein Zusammenhang zwischen Milch und Sterberisiko sowie häufigeren Knochenbrüchen besteht.

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Radio SRF1, 25.11.2014: Neue Studie stellt Milch in Frage
04:43 min
abspielen. Laufzeit 04:43 Minuten.

Es ist wie mit allen Ernährungsstudien: Man sollte sie mit der gebotenen Gelassenheit lesen. So auch die aktuelle Studie, die Forscher der Universität Uppsala veröffentlicht haben. Sie stellen mit den Ergebnissen ihrer Langzeitstudie in Frage, wie gesund Milch wirklich ist – nicht zuletzt für die Knochen.

Sie begleiteten 61'000 Frauen über 20 Jahre hinweg und 45'000 Männer über elf Jahre und erfassten dabei Faktoren wie Gewicht, sportliche Aktivität, Rauchen, Lebensstil sowie Ess- und Trinkgewohnheiten und glichen sie mit der Lebenserwartung ab. Dabei fiel den Forschern auf: Die Frauen, die höchstens ein Glas Milch pro Tag zu sich nahmen, lebten länger als die, die drei Gläser oder mehr tranken.

Auch bei den Knochenbrüchen zeigte sich, dass die Teilnehmer, die viel Milch tranken, häufiger vertreten waren. Stimmen also alle bisherigen Ernährungsempfehlungen nicht? Barbara Walter, Ernährungswissenschaftlerin von Agroscope, dem Kompetenzzentrum vom Bund für landwirtschaftliche Forschung, ist skeptisch: «Ob da wirklich ein Ursache-Wirkungs-Zusammenhang vorliegt, kann diese Studie nicht sagen.»

Will heissen: Ob sich jene 22'000 Teilnehmer tatsächlich wegen der Milch häufiger die Knochen brachen oder ob es sich dabei um eine zufällige statistische Überschneidung handelt, ist unklar – ebenso, ob tatsächlich die Milch dafür verantwortlich war, dass unter den 25'500 Verstorbenen besonders viele Milch-Liebhaber waren.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von M. Z. , St. Gallen
    Es ist schon lange bekannt, dass in asiatischen Ländern, die kaum Milch trinken, die Osteoporoserate bei Frauen nach den Wechseljahren (vorher ist hormonell bedingt die Gefahr für Knochenbrüche allgemein sehr gering) deutlich niedriger ist, als in den westlichen Ländern mit grosser Milchwirtschaft.
  • Kommentar von Fritz Matti , Kanada
    Sollte die Milch so schlecht sein, würde es im historischen Sinne heutzutage kaum mehr Eidgenossen (SchweizerInnen) geben!
  • Kommentar von Beppie Hermann , Bern
    Unsre nächsten Verwandten trinken auch nur im Säuglingsalter Milch, danach keine mehr. Dann und wann klauen sie Eier, dann und wann gehen sie auf Jagd. Die gesamte restliche Ernährung ist aber rein vegan.
    1. Antwort von RP , Bern
      Das sind doch keine Argumente! Wenn ein Affe keinen PC benutzt, dann benutzen Sie auch keinen? Es heisst nicht umsonst Verwandter...