Schlaghosen, Low-Rise-Jeans, Schulterpolster: Warum tauchen manche Modetrends immer wieder auf? Forschende der Northwestern University wollten Antworten – und untersuchten, ob hinter den Comebacks ein Muster steckt.
Dafür analysierten sie rund 37’000 Modeillustrationen von Frauenkleidern seit 1869. Sie vermassen Merkmale wie Rocklänge, Taillenposition und Schnittmuster und werteten die Daten mit mathematischen Modellen aus.
Das Ergebnis: Bestimmte Silhouetten verschwinden aus der Mode – und tauchen etwa zwei Jahrzehnte später wieder auf. Besonders deutlich zeigt sich das bei Gegensätzen wie engen und weiten Schnitten oder kurzen und langen Säumen.
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Bild 1 von 5. 1970 / 1990. Der Minirock: Politisches Statement der 70er, Fashion-Hingucker der 90er. Bildquelle: IMAGO/Heinz Gebhardt und IMAGO/Everett Collection.
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Bild 2 von 5. 1985 / 2005. Highwaist-Hosen und Leder: die 1980er haben die 2005er-Jahre angerufen. Bildquelle: IMAGO/ZUMA Press Wire und IMAGO/ABACAPRESS.
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Bild 3 von 5. 1990 / 2010. Baggy Skate-Hosen und grosse Shirts: sowohl in den 90ern als auch 2010 hip. Bildquelle: Getty Images/Bettmann und Getty Images/PYMCA/Avalon.
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Bild 4 von 5. 1998 / 2015. Crop-Tops: Tops, die den Bauch der Trägerinnen freilegen, waren Ende der 90er und Mitte der 00-Jahre gross... Bildquelle: IMAGO/ZUMA Press Wire und IMAGO/Depositphotos.
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Bild 5 von 5. 2006 / 2026. ...genauso wie Low-Rise-Hosen (sehr, sehr tiefsitzende Hosen), die in diesem Jahr ihr Comeback feiern. Bildquelle: IMAGO/Avalon.red und IMAGO/ABACAPRESS.
«Menschen wollen ähnlich sein wie andere – aber nicht identisch», so Studienautor Daniel Abrams. In der Mode heisst das: Designer entfernen sich von Trends, sobald sie zu verbreitet sind – aber nicht so weit, dass sie untragbar werden. Andere Designer folgen. Das Pendel schwingt hin und her.
Warum Trends trotzdem zurückkehren, erklärt Mode-Soziologin Monika Kritzmöller im Interview.