Sie sieht aus wie ein Weihnachtsbaum: die Seefeder, die in der Nähe der Antarktis in 800 Metern Tiefe lebt.
Oder wie ein Strauss voller Luftballons: Der Tiefseeschwamm, der sich von kleinen Krebstierchen ernährt.
Und dann ist da noch der Geisterhai aus Australien. Dieser Meeresfisch ist ein entfernter Verwandter von Haien und Rochen und älter als die Dinosaurier.
Diese drei Lebewesen gehören zu rund 1200 Arten, die ein internationales Team von Meeresforschenden neu entdeckt hat – und zwar in nur einem Jahr. Neben Fischen und Schwämmen befinden sich darunter zum Beispiel auch Würmer, Krebse und Seeigel.
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Bild 1 von 5. Die leuchtende Färbung des Bänderwurms dient Fressfeinden als Warnung: Achtung giftig. Bildquelle: The Nippon Foundation-Nekton Ocean Census/Gustav Paulay.
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Bild 2 von 5. Diese Seeanemone gräbt sich in den Meeresboden ein. Gefunden wurde sie in der Nähe von Argentinien. Bildquelle: The Nippon Foundation-Nekton Ocean Census/Agustín Garese.
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Bild 3 von 5. Dieser Wurm lebt auf einem vulkanischen Meeresberg bei Japan in den Kammern eines Glasschwamms – einer Art «Glasschloss». Bildquelle: The Nippon Foundation-Nekton Ocean Census/JAMSTEC.
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Bild 4 von 5. Auch an der europäischen Mittelmeerküste gibt es noch Neues zu entdecken: Diese leuchtend orangen Garnelen stammen aus einer Meereshöhle vor Marseille. Bildquelle: The Nippon Foundation-Nekton Ocean Census/Hossein Ashrafi.
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Bild 5 von 5. Diese Grundel lebt im Korallenmeer vor Australien. Bildquelle: Chris Goatley/The Nippon Foundation-Nekton Ocean Census.
Unterwegs waren die Forschenden mit U-Booten, Tauchrobotern und Schiffen, von den Polargebieten bis in die Tropen – und bis in eine Tiefe von 6500 Metern.
Und dort wollen sie auch weiterhin auf die Suche gehen: Denn schätzungsweise sind bis jetzt nur rund zehn Prozent aller Meereslebewesen bekannt. Kein Wunder, bis zu 70 Prozent des Meeresbodens sind noch nicht kartografiert. Es gibt also noch viel zu entdecken da unten.