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Tiere im Lärmstress Grindwale müssen lauter singen, um einander zu hören

In der vielbefahrenen Strasse von Gibraltar ist es unter Wasser oft so laut wie neben einem Staubsauger. Die dortigen Grindwale müssen schreien, um miteinander zu kommunizieren. Forschende fürchten um ihren Paarungserfolg.

Die Strasse von Gibraltar zwischen Atlantik und Mittelmeer zählt zu den verkehrsreichsten Wasserstrassen der Welt. Die dortigen Langflossen-Grindwale müssen mit Umgebungslärm zwischen 79 und 144 Dezibel leben, schreibt ein internationales Forschungsteam. Das entspreche in etwa dem Geräuschpegel eines lauten Restaurants oder eines Staubsaugers.

Vorne Wale, hinten Lastschiff
Legende: Grindwale in der vielbefahrenen Strasse von Giraltar leiden unter den Folgen des dichten Schiffsverkehrs. imago images

Das Team hat 23 Grindwale besendert und dann untersucht, wie sie es mit ihren Pfeif- und Klicklauten im Lärm schaffen, miteinander zu kommunizieren. Fazit: Die Tiere passen sich an. Einige ihrer leiseren Rufe schrien sie lauter. Ihre lauten, tieffrequenten Rufe allerdings konnten sie nicht weiter verstärken. Das Problem dabei: Gerade die tiefen Laute benötigen die Meeressäuger, um weiter entfernte Paarungspartner zu finden.

Die Forschenden rufen daher dazu auf, den Schiffslärm in der Strasse von Gibraltar zu reduzieren; ansonsten könnte der Paarungserfolg der 250 Wale gefährdet sein.

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