Ein seltsamer Singsang – viel mehr konnten die Marineforschenden 1949 wohl nicht anfangen mit der Tonaufnahme. Denn dass Wale singen, das wusste damals noch niemand. «Sie waren neugierig. Und liessen den Recorder laufen», so Ashley Jester, die die Aufnahme im Archiv des Woods Hole Ozeanographie-Instituts in den USA wiederentdeckte.
Der uralte Wal-Gesang klingt vertraut, doch für die Forschenden ist die Aufnahme wertvoll. Denn Wale nutzen ihre Gesänge nicht nur für die Paarung, sondern auch zur Kommunikation. Es gibt sogar strukturelle Parallelen zu unserer Sprache. So können die Forschenden analysieren, ob sich die «Buckelwalsprache» in 77 Jahren verändert hat.
Damals herrschte Ruhe – heute viel Lärm
Was die Aufnahme auch zeigt: Wie ruhig es damals im Meer war. Heute sind einige Teile der Weltmeere bis zu zehnmal lauter als in den 60er-Jahren – aufgrund des Schiffsverkehrs.
Wie die Wale auf den Lärm reagieren und wie fest er sie beeinträchtigt, kann jetzt noch besser untersucht werden.