Je mehr CO₂ ausgestossen wird, desto mehr CO₂ nehmen die Ozeane auf. Das senkt den pH-Wert – das Wasser wird saurer. Diese Säure greift Mineralien an, ein wichtiger Bestandteil von Haifischzähnen.
Forschende aus Düsseldorf haben genau das untersucht. Dafür verwendeten sie ausgefallene Zähne von Schwarzspitzen-Riffhaien aus dem Sealife Oberhausen. Acht Wochen wurden diese entweder in Wasser mit pH 8.1 (Meerwasser heute) oder pH 7.3 (erwarteter Wert im Jahr 2300) gelegt. Dieser Unterschied entspricht einer fast zehnfachen Säurezunahme.
Im saureren Wasser zeigten die Zähne mehr Risse und Löcher. Ihre Struktur war geschwächt und damit bruchanfälliger – ein Nachteil für die erfolgreiche Jagd.
Zwar besitzen Haie mit ihrem Revolvergebiss einen Schutz gegen Zahnverlust. Doch auch die nachwachsenden Zähne sind dem sauren Wasser ausgesetzt – Haie schwimmen für die Atmung ständig mit offenem Maul. Solche Prozesse konnten in der Studie nicht berücksichtigt werden. Was jedoch gilt: Bröselnde Zähne lassen sich nicht einfach durch Ersatzreihen ausgleichen.