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Die 30-jährige Grafikerin Fanny Oppler setzt sich seit 3 Jahren für Flüchtlinge auf Lesbos ein
zvg / One Happy Family
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Fanny Oppler: «Die Situation auf Lesbos ist nicht gelöst»

Seit drei Jahren setzt sich Fanny Oppler für die Flüchtlinge auf Lesbos ein. Sie beschreibt, wie sich nach dem Brand des Lagers Moria die Situation stetig verschlechtert. Doch aktuell kann das von Oppler mitbegründete Hilfswerk «One Happy Family» wegen einem Corona-Lockdown kaum etwas tun. 

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Auf Lesbos darf man zur Zeit nur aus dem Haus, wenn man eine SMS mit einer von sechs erlaubten Ausnahmen vorweisen kann. Und die Flüchtlinge dürfen ihr Lager nur einmal pro Woche für kurze Zeit verlassen.

Kein fliessend Wasser im Flüchtlingslager

Die Verhältnisse im Lager, das nach dem Brand von Moria neu gebaut wurde, beschreibt Oppler als prekär. So gebe es noch immer kein fliessend Wasser, nur unzuverlässig Elektrizität und die Zelte seien nicht dicht. Das sei fatal, weil es im Winter viel regne und weil das neue Camp nahe am Meer liege, wo der Wind das Wasser auch von Unten in die Zelte treibt.

Die Situation setze den Flüchtlingen psychisch immer mehr zu. Und auch die Helfer leiden. Oppler betont, dass oft vergessen werde, das auch die freiwilligen Helfer häufig traumatisiert werden. Ihr Hilfswerk habe darum neu Einzel- und Gruppengespräche mit einer Fachperson eingeführt.