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03.04.2026, 08:30 Uhr Kann «Verzeihen» heilen? - Joachim Küchenhoff erklärt, wie.

Verzeihen sei eine «unverzichtbare psychosoziale Fähigkeit», sagt der Facharzt für Psychiatrie Joachim Küchenhoff. In seinen Büchern zeigt der führende Psychiater und Psychoanalytiker Küchenhoff, was Menschen stärkt und die Gesellschaft weiterbringt. Zum Beispiel: das Verzeihen.

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Verzeihen ist Arbeit, «Verzeihensarbeit», schreibt Joachim Küchenhoff in seinem neuen Buch.

Denn Verzeihen ist nicht leicht. Erst recht, wenn es um schwere Kränkungen, grosse Fehler oder Gewalt geht. Darum kann es beim Verzeihen nie darum gehen, Druck auszuüben. Wenn es aber jemand schafft zu verzeihen, dann kann das eine unglaubliche Entlastung, ja Befreiung bedeuten.

Und gesellschaftlich gesehen ist Verzeihen fast schon so etwas wie sozialer Schmierstoff für ein funktionierendes Zusammenleben.

Joachim Küchenhoff (geb. 1953) war Chefarzt und Direktor der Erwachsenenpsychiatrie in Baselland, Professor an der Uni Basel und ist ein international führender Psychoanalytiker. Er weiss, wie Menschen ticken.

In seiner Arbeit mit dem Individuum Mensch geht es Küchenhoff immer auch um das Sozialgefüge: das Zusammenleben von uns Menschen. Und dabei spiele Verzeihen eine vielleicht zentralere Rolle als gemeinhin gedacht. Das ist den Religionen noch bewusst. Verzeihen ist schon in der Bibel zentral.Darum interessiert sich der Psychoanalytiker und Arzt auch für biblische Ethik und religiöse Traditionen von Verzeihen und Versöhnen.

Autorin: Judith Wipfler

Buchhinweis:
Joachim Küchenhoff, Verzeihen. Plädoyer für eine unverzichtbare psychosoziale Fähigkeit.
Psychosozial-Verlag 2026.

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