1979 begann der Bürgerkrieg in El Salvador. Gewalt und Bedrohung wurden mit der Zeit zum Alltag für Jose Artiga. Um den Todesschwadronen in seiner Heimat zu entkommen, floh er in die USA. Da war Artiga 23 Jahre alt. In San Francisco fand er Zuflucht in einer Kirche und trat 1982 in einen Hungerstreik. Damit schaffte er Aufmerksamkeit für Geflüchtete und erlebte den Anfang der Sanctuary-Bewegung mit. Bald schlossen sich Universitäten, Städte und ganze Bundesstaaten an und stellten «Sanctuaries», also Schutzräume, für Aslysuchende bereit: etwa in dem die lokalen Behörden nicht mit den US-Einwanderungsbehörden zusammenarbeiten, um Menschen auszuschaffen.
Zeitgleich wie in den USA engagierten sich auch in der Schweiz religiöse Menschen für Geflüchtete: In den 1980ern gab es etwa das grosse und erfolgreiche Kirchenasyl in Bern-Betlehem, um tamilische Familien vor der Ausschaffung zu beschützen. Wie Gleichgesinnte in den USA sahen auch die hiesigen Engagierten ihr Widerstand nicht nur als zivilen Ungehorsam, sondern als Christenpflicht und Appell an den Staat, das existierende Recht tatsächlich umzusetzen.
In der Sendung kommen zu Wort:
· Jose Artiga, setzt sich für die Rechte von Migrantinnen und Migraten ein, seit 1995 auch als Direktor der Share Foundation.
· Susan Bibler Coutin, Sozialanthropologin und Professorin für “Criminology, Law & Society” an der Universität von Kalifornien, Irvine.
· Jacob Schädelin, pensionierter Pfarrer und damals aktiv beim Berner Kirchenasyl für tamilische Geflüchtete.
Autorin: Léa Burger
Zeitgleich wie in den USA engagierten sich auch in der Schweiz religiöse Menschen für Geflüchtete: In den 1980ern gab es etwa das grosse und erfolgreiche Kirchenasyl in Bern-Betlehem, um tamilische Familien vor der Ausschaffung zu beschützen. Wie Gleichgesinnte in den USA sahen auch die hiesigen Engagierten ihr Widerstand nicht nur als zivilen Ungehorsam, sondern als Christenpflicht und Appell an den Staat, das existierende Recht tatsächlich umzusetzen.
In der Sendung kommen zu Wort:
· Jose Artiga, setzt sich für die Rechte von Migrantinnen und Migraten ein, seit 1995 auch als Direktor der Share Foundation.
· Susan Bibler Coutin, Sozialanthropologin und Professorin für “Criminology, Law & Society” an der Universität von Kalifornien, Irvine.
· Jacob Schädelin, pensionierter Pfarrer und damals aktiv beim Berner Kirchenasyl für tamilische Geflüchtete.
Autorin: Léa Burger