Eine Studie hat den Code für einen ESC-Sieg geknackt: Englisch, Pop und «Tanzbarkeit» sind der Schlüssel. Obwohl dieses Erfolgsrezept den Sieg nicht garantiert, hätten die teilnehmenden Länder über die 70-jährige Geschichte des Wettbewerbs gelernt, welche Songmerkmale die Chancen auf einen Sieg erhöhen. Aber: Manche Länder weichen davon ab. Die drei Erfolgsfaktoren:
- Die Sprache: Die Daten zeigten, dass Lieder mit englischen Texten eine deutlich höhere Gewinnwahrscheinlichkeit haben.
- Das Genre: Standardgenre ist der Pop. Musikalisch hat laut Studie eine Homogenisierung stattgefunden.
- Die «Tanzbarkeit»: Bei den Audio-Eigenschaften der Lieder stellten die Forscher fest, dass diese stetig zunahm.
Als Länder, die dem kollektiven Lernprozess nicht folgten, identifiziert die Studie Frankreich, Italien, Portugal und Spanien. Sie hielten mehrheitlich an ihren Landessprachen fest. Vermutlich hat für diese Länder die Präsentation der nationalen Kultur einen höheren Stellenwert als der Sieg im Wettbewerb.
Der ESC entwickelt sich laufend weiter. «Das muss er auch, damit er interessant bleibt», sagt Studienleiter und ETH-Professor Dirk Helbing.