Ein Labyrinth aus Stollen und Gängen zieht sich durch den Berg bei Sessa, zwischen Lago Maggiore und Luganersee. Zwei Kilometer tief in den Berg hinein und auf fünf Ebenen wurde hier früher nach Gold geschürft. Bis in die 1950er-Jahre arbeiteten in der Mine von Sessa rund 300 Personen. Dann wurde die Mine stillgelegt.
Und vor rund zehn Jahren beschloss eine Gruppe von Freiwilligen, die alten Schächte wieder zum Leben zu erwecken. Sie begannen, die Gänge von Wasser und Felsstürzen zu befreien – eine Arbeit, die bis heute noch nicht vollständig abgeschlossen ist.
Mauro Poretti vom Verein «Minera d'oro di Sessa» erzählt gegenüber dem Radio und Fernsehen der italienischen Schweiz (RSI): «Es ist sehr emotional und eine grosse Genugtuung. Wer selbst Hand anlegt, versteht die Anstrengung der Bergleute noch besser.»
Der Bericht von RSI mit deutschen Untertiteln
Je mehr Stollen befreit werden, umso grösser wird das Angebot für die Besucherinnen und Besucher. Die neueste Attraktion ist ein sensorischer Rundgang in Stille – man soll sich also voll und ganz auf seine Sinne verlassen.
Doch nicht nur Touristinnen und Ausflügler kommen in die Mine, auch Forschende der ETH Zürich sind immer öfter zu Besuch. Die Gegend gilt als geologisch sehr reichhaltig, und dies bereits seit der Antike.
Impressionen aus der Goldmine
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Bild 1 von 4. Bildquelle: minieradoro.ch.
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«Wir fanden hier am Ufer des Flusses Lisora Überreste von sogenannten aurifodinen (antiken Goldminen im Tagebau) aus der Zeit der Römer und Kelten», so Poretti. Dies zeige, dass bereits vor zweitausend Jahren das Flussbett hier durchsucht und in Steinen nach Gold gesucht wurde.