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20 Jahre her Natascha Kampusch geht es laut Familie nicht gut

Sie war als Zehnjährige acht Jahre lang eingesperrt – heute ist Kampusch 38 und leidet immer noch.

  • Natascha Kampusch erlitt laut Angaben ihrer Familie einen Zusammenbruch.
  • Die Familie beschreibt die aktuelle Situation als «hilflos» und «herzzerreissend».

Es ist nun knapp 20 Jahre her: Natascha Kampusch gelingt nach acht brutalen Jahren Gefangenschaft die Flucht – nun gibt die Familie ein Update zum Zustand der heute 38-Jährigen.

Person sitzt auf einem Stuhl in einer Gesprächsrunde.
Legende: Natascha Kampusch 2019 in der ZDF-Talksendung «Markus Lanz». Getty Images / Tristar Media

«Sie ist meist in einer eigenen Welt»

Nach Angaben der Familie befindet sich Natascha Kampusch aktuell in einem stark geschwächten psychischen Zustand. Gegenüber dem ORF erklärt die Schwester, Claudia Nestelberger, die sich heute weitgehend um die Angelegenheiten ihrer Schwester kümmert: «Jeder weiss, wie Natascha früher vor der Kamera gesprochen hat. Das gibt es jetzt überhaupt nicht mehr. Sie ist meist in einer eigenen Welt. Sie ist wieder in einer Art Gefangenschaft. Es ist herzzerreissend und wir fühlen uns hilflos.»

Natascha habe einen Zusammenbruch erlitten. Die Familie fürchtet eine unsensible Berichterstattung zum 20. Jahrestag ihrer Flucht und geht deshalb an die Öffentlichkeit, um Spekulationen zu verhindern.

Der Fall Natascha Kampusch

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Natascha Kampusch wurde 1988 geboren und im Alter von zehn Jahren entführt. Sie verbrachte über acht Jahre in Gefangenschaft, eingesperrt in einem Kellerverlies. 2006 gelang ihr die Flucht.

Der arbeitslose Täter Wolfgang Priklopil wirft sich kurz nach der Flucht vor einen Zug und stirbt.

In den Folgejahren veröffentlichte Kampusch Bücher und sprach öffentlich über ihre Erlebnisse, wobei sie immer wieder Kritik und Hass ausgesetzt war.

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