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Die letzte «The Late Show» Stephen Colbert: 5 Dinge, die seine Sendung besonders machten

Rund 1800 Sendungen, elf Jahre Late-Night-TV: Stephen Colbert ist einer der bekanntesten Comedians in den USA. Er prägte das Format der Nacht-Show, das auch das Fernsehen in Europa beeinflusste.

Unfreiwillig moderierte er jetzt seine letzte Sendung auf dem Sender CBS. Eine Auswahl, was «The Late Show» so einzigartig machte:

1. Der letzte Gast war eine Musiklegende

Zum Abschied holte Colbert keinen Hollywoodstar, sondern einen Beatle auf die Bühne: Paul McCartney. Der Musiker sprach unter anderem über frühere Amerika-Reisen und wurde dabei überraschend politisch. Früher habe er die USA als «Land der Freiheit» erlebt, sagte McCartney. Dann fügte er an: «Hoffentlich ist es das immer noch.» Es ist ein Satz, der zur Stimmung der Sendung passte.

Des Weiteren fragte Stephen Colbert seinen Gast, ob er Rituale nach seinen Shows habe, denn er selbst habe keine. «Ich esse dann immer ein Sandwich mit Käse und Gurken», erzählte McCartney und ergänzte noch: «mit einem Margarita.»

2. Colbert machte Late Night politischer denn je

Schon vor seiner «Late Show» war Colbert für scharfe Satire bekannt. Während seiner elf Jahre beim Sender CBS wurde seine Sendung aber zunehmend politisch. Besonders über Präsident Donald Trump witzelte er oft. Gerade das machte ihn für viele Fans unverzichtbar. Für die Kritiker wurde er damit zur Reizfigur.

Bei Trump ist die Freude über die Absetzung gross. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er: «Colbert ist bei CBS endlich Geschichte. Erstaunlich, dass er sich so lange gehalten hat. Kein Talent, keine Quoten, kein Leben!»

Screenshot eines Social-Media-Posts von Donald J. Trump über CBS und Colbert.
Legende: Donald Trump freut sich, dass die «Late Show» abgesetzt wurde. truthsocial / realDonaldTrump

3. Die Absetzung sorgt bis heute für Diskussionen

Offiziell heisst es von CBS, dass die Show aus finanziellen Gründen endet. Doch in den USA wird seit Monaten spekuliert, ob mehr dahintersteckt. Branchenbeobachter vermuten, dass Colberts harte Kritik an Trump dem Sender zunehmend unangenehm wurde. Beweise dafür gibt es keine. Die Diskussion lässt aber erahnen, dass man in den USA wohl doch nicht über ganz alles lachen darf – zumindest nicht ohne Konsequenzen.

Mann in Anzug und Brille lächelt nachts auf der Strasse.
Legende: Stephen Colbert lässt seine Sendung hinter sich – unfreiwillig. Getty Images / Gilbert Carrasquillo

In der Youtube-Kommentarspalte ist der Tenor klar: «Es tut mir so leid, dich gehen zu sehen, Stephen. So viele werden dich vermissen», schreibt ein User. Und ein anderer: «Eine Schande für CBS. Lange lebe Stephen Colbert, eine Legende.»

4. Colbert trat in grosse Fussstapfen

Der Vorgänger von Colbert war kein Geringerer als David Letterman. Dieser hatte das Format über zwei Jahrzehnte lang geprägt und gilt in den USA als TV- und Talkshow-Legende. 2015 übernahm Colbert das Ruder. Viele hielten es damals für unmöglich, dass er dieser Aufgabe gewachsen ist. Der heute 62-Jährige schaffte es trotzdem – allerdings auf seine ganz eigene Art: Die Sendung wurde politischer und emotionaler.

Zwei Männer in Anzügen
Legende: David Letterman gilt als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des US-amerikanischen Fernsehens. Keystone/PABLO MARTINEZ MONSIVAIS

5. Die letzte Sendung war überraschend unspektakulär

Keine grossen Skandale, keine Tränen, kein aufwendiges Finale: Colbert verabschiedete sich unerwartet nüchtern. Gerade das machte den Abend für viele Fans aber besonders emotional. Nach rund 1800 Sendungen endet nun eine Ära des amerikanischen Late-Night-Fernsehens. Klar ist: Die «Late Show» war ein Format, das weit über die Landesgrenze der USA hinaus Einfluss hatte.

10vor10, 20.05.2026, 21.50 Uhr;stal;noes

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