Am Donnerstagabend fand die offizielle Premiere der Dokumentation «Melania» in Washington statt. Am vergangenen Wochenende wurde der Film bereits einigen geladenen Gästen erstmals vorgeführt. Ab heute Freitag startet der Film weltweit in den Kinos, danach soll er exklusiv bei Amazon Prime laufen. In der Schweiz sind bisher keine Vorstellungen geplant.
Die Dokumentation gibt Einblicke ins Leben von Melania Trump in den 20 Tagen vor der zweiten Amtseinführung ihres Ehemannes, Präsident Donald Trump. Produziert wurde der Film vom umstrittenen US-Konzern Amazon. Das Unternehmen investierte rund 40 Millionen US-Dollar in das Projekt – ebenso viel wurde fürs Marketing ausgegeben.
Trump: Doku «wirklich gut» und «sehr glamourös»
Bei der Premiere im John F. Kennedy Center zeigte sich Präsident Donald Trump demonstrativ angetan. Er sagte Reportern, er sei stolz auf seine Frau; der Film sei «wirklich gut» und «sehr glamourös». Melania Trump sagte bei der Premiere, der Film sei keine Dokumentation.
Vielmehr handele es sich um ein «kreatives Erlebnis», das Perspektiven, Einblicke und Momentaufnahmen biete, berichtete unter anderem die «New York Times». Dem US-Sender CNN sagte die gebürtige Slowenin, sie sei «sehr stolz auf den Film».
Mässiges Interesse im Vorfeld
Im Vorverkauf fand der Film bei der Bevölkerung wenig Beachtung. Für die Premiere im Londoner Stadtteil Islington ist offenbar nur eine einzige Eintrittskarte verkauft worden, wie der «Guardian» schreibt. Ähnliches berichten auch deutsche Kinoketten. Teilweise sei der Film gar nicht erst ins Programm aufgenommen worden. Der Grund: Mangelndes Publikumsinteresse.
Anders klingen die Prognosen des Marktforschungsdienstes NRG. Laut dem «Spiegel» erwartet dieser einen Einspielerfolg von rund fünf Millionen Dollar. Donald Trump postete vor wenigen Tagen bei Instagram, dass sich die Tickets angeblich schnell verkaufen würden.
Das Netz macht sich bereits im Vorfeld lustig über das mangelnde Interesse am Film. «Vielleicht schaue ich mir die Doku an, um ein bisschen Zeit für mich zu haben», heisst es.
Und: «Selbst wenn sie den Film im Flugzeug zeigen würden, würden die Leute rauslaufen.»
Eine Userin postet ironisch: «Jemand ist in mein Auto eingebrochen und hat vier Tickets für den Melania-Film hinterlassen. Das ist ein Hassverbrechen.»