Der Bruch von Lunik geschah 2013, und das nicht im Guten. Jahre später fanden Jaël Malli, inzwischen solo unterwegs, und Gitarrist Luk Zimmermann wieder zusammen und schrieben einen neuen Song. Sie merkten schnell, dass sie noch immer dieselbe musikalische Sprache sprechen.
Während des Lockdowns traf sich die Band in ursprünglicher Besetzung und beschloss einen neuen Anlauf – nun setzen sie dort wieder ein, wo die Melodie einst abbrach.
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Bild 1 von 5. Lunik waren immer eine Vollzeitband, das habe auf alle Bandmitglieder einen enormen Druck ausgeübt: «Wir wollten die Welt erobern», erinnert sich Sängerin Jaël Malli. Bildquelle: Keystone / Christian Beutler .
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Bild 2 von 5. Und Keyboarder Cédric Monnier sagt: «Es musste einen sehr triftigen Grund geben, um bei Lunik mal nicht aufzukreuzen. Eine Entschuldigung wäre erst okay gewesen, wenn zum Beispiel jemand Nahestehendes gestorben ist.». Bildquelle: Keystone / Christian Beutler .
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Bild 3 von 5. Gleichzeitig war dies immer auch die Qualität von Lunik: «Man kann es Verbissenheit nennen, aber dass wir früher tagelang im Proberaum verbrachten, hat ja auch Früchte getragen», sagt Gitarrist und Produzent Luk Zimmermann. Bildquelle: Keystone / Christian Beutler .
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Bild 4 von 5. «Ich stand vor 25 Jahren zuletzt auf der Bühne und hätte mir nicht erträumt, je wieder auf einer zu stehen», freut sich Adi Amstutz über das Comeback. Der Gitarrist und Bassist hatte die Band bereits 2002 verlassen. Bildquelle: Keystone / Christian Beutler .
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Bild 5 von 5. Schlagzeuger Mats Marti geht es ähnlich. Er verliess die Band 2005. «Das hat eine Lücke in mir hinterlassen.» Nach zehn Jahren habe er dann regelmässig nachts von einer Reunion geträumt. Bildquelle: Keystone / Christian Beutler .
Der Ehrgeiz und die kompromisslose Hingabe forderten früher allen viel ab. Die Ansprüche seien zwar noch immer hoch, heute aber gepaart mit mehr Gelassenheit – auch aus pragmatischen Gründen: Eine Vollzeitband kann Lunik nicht mehr sein, denn nach den Proben müsse man früher nach Hause, um für die Kinder zu kochen.
Reunion erfolgreich gestartet
Vor der Reunion-Tournee «hatten wir schon ein wenig Bammel, ob noch Interesse besteht», sagt Luk Zimmermann. Inzwischen sind rund 70 Prozent der Tickets verkauft, das erste Konzert in der Mühle Hunziken war nach sechs Stunden ausverkauft.