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Legende: Video Anti-Regierungs-Demonstration in Belgrad abspielen. Laufzeit 00:21 Minuten.
Aus News-Clip vom 13.04.2019.
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10'000 Teilnehmer in Belgrad Demonstrationen gegen serbische Führung

  • Rund 10'000 Menschen haben im Zentrum von Belgrad gegen den serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic demonstriert. Sie forderten seinen Rücktritt.
  • Die Proteste gegen die serbische Führung dauern bereits seit Mitte Dezember an.
  • Die Opposition wirft dem Präsidenten vor, er reisse die Macht an sich und missachte die Gewaltentrennung.

Unter dem Motto «Alle wie einer – Einer von fünf Millionen» verlangten sie freie Medien und faire Rahmenbedingungen für Wahlen. «Der Präsident hat die exekutive und die gesetzgebende Macht in seiner Hand konzentriert», sagte der Politikwissenschaftler Cedomir Cupic in einer Ansprache. «Jetzt hat er auch damit begonnen, sich die Gerichtsbarkeit zu unterwerfen. Mit ihm hat Serbien keine Zukunft.»

Unterstützung von links bis rechts

Das Motto «Einer von fünf Millionen» leitet sich von einer Aussage des Präsidenten ab, derzufolge dieser auf die Forderungen der Demonstranten selbst dann nicht eingehen würde, wenn diese von fünf Millionen Bürgern erhoben würden. Serbien hat sieben Millionen Einwohner.

Die Kundgebungen werden von der Oppositionsallianz Bündnis für Serbien (SzS) unterstützt, deren Spektrum von links bis ganz rechts reicht. Über die bei den Protesten vorgebrachten Forderungen hinaus blieb die politische Programmatik bislang unklar.

Teilnehmerzahl unter Erwartungen

Für die Kundgebung am Samstag hatten die Organisatoren im ganzen Land mobilisiert. Die Teilnehmerzahl blieb dennoch unter den Erwartungen. Die von Vucic kontrollierten Medien diffamieren die Demonstranten seit Wochen als angeblich gewalttätig.

Beim bisher markantesten Vorfall waren Mitte März einige Dutzend Demonstranten ins Gebäude des staatlichen Fernsehens RTS eingedrungen. Es war nicht klar, wer sie aus welchen Beweggründen eingelassen hatte. Schliesslich entfernte die Polizei die Demonstranten aus dem Gebäude. Der Sender RTS verbreitet nahezu ausschliesslich Pro-Vucic-Propaganda, Oppositionelle kommen dort kaum zu Wort.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    SRF könnte einmal melden, wo nicht demonstriert wird. Das wäre eine erholsame Abwechslung. In der verbleibenden Zeit, könnte man doch einmal schöne Lebensbeispiele aus der Tierwelt von heute und früher zeigen.
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  • Kommentar von Albert Planta (Plal)
    Stanic Drago (Putinversteher) Wäre der Aleksandar Vucic wirklich so ein Superman wie sie uns weismachen wollen würden nicht seit Monaten Zehntausende demonstrieren und er müsste nicht die Meinungsfreiheit einschränken.
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    1. Antwort von Stanic Drago (Putinversteher)
      Wer demonstriert hat, haben Serben letzte Woche gesehen. Dann sind Demonstrante in Fernsehe Studio eingedrungen mit Kettensäge in der Hand. Vucic versucht sogar ein Kompromis mit Kosovo Albaner zu finden. Von einen Vucic hat niemand in Region Angst, aber mit paar Gesichter aus Opositions Block hatten viele Problemen bekommen.
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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Serbische Oposition ist ein Bunte Ansammlung Organisationen mit wiedersprüchlichen Ansichten. Von Linken zu Rechten und extrem Rechten. Nicht mal in hundert Jahren wird sich Oposition einigen an einen gemeinsamen Kandidaten und deswegen ist Chancelos. Da sind Figure wie Tadic, Jovanovic, Draskovic Kostunica Jeremic welche schon an Macht waren und mit Korruption und Unfähigkeiten glänzte. Diese Führungsfiguren können Serbien nichts Neues oder gutes bringen.
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