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Legende: Video Militärmanöver an der Grenze zu Kolumbien abspielen. Laufzeit 01:02 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.09.2019.
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150'000 Soldaten aufgeboten Venezuela beginnt Militär-Übung an der Grenze zu Kolumbien

  • Die venezolanischen Streitkräfte führen an der Grenze zum Nachbarland ein ausgedehntes Manöver durch.
  • An der Übung sollen 150’000 Soldaten teilnehmen, wie der Generalstab mitteilte.
  • Dabei handle es sich um «Friedenstruppen», die notfalls aber auch kämpfen würden, so der Armeechef Remigio Ceballos.

«Wir respektieren die Streitkräfte weltweit, aber wir haben vor niemandem Angst», sagte Ceballos. Bis zum 28. September sollen die rund 150’000 Soldaten verschiedene Szenarien durchspielen – unter anderem auch jenes einer möglichen Invasion Venezuelas.

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hatte Kolumbien in der vergangenen Woche vorgeworfen, einen «militärischen Konflikt» provozieren zu wollen. Nach der Ankündigung ehemaliger Farc-Rebellen, den bewaffneten Kampf wieder aufnehmen zu wollen, verwickle die kolumbianische Regierung nicht nur ihr eigenes Land in einen «schlimmer werdenden Krieg», sondern sie nutze auch «unbegründete Vorwürfe, um Venezuela zu drohen», so Maduro.

Angespannte Beziehungen

Maduro versetzte deshalb Militäreinheiten an der 2200 Kilometer langen Grenze zu Kolumbien in erhöhte Alarmbereitschaft.

Die Beziehungen zwischen dem sozialistischen Präsidenten Maduro und seinem kolumbianischen Kollegen Iván Duque sind schon länger angespannt. Seit ein ehemaliger Farc-Anführer erklärte, den bewaffneten Kampf in Kolumbien wiederaufzunehmen, hat sich die Lage verschärft. Duque kündigte die Schaffung einer Spezialeinheit an und unterstellte Venezuela, den Farc-Rebellen «Unterschlupf und Unterstützung» zu gewähren.

Karte von Venezuela und Kolumbien
Legende: Venezuela und Kolumbien trennt eine 2200 Kilometer lange Grenze. SRF

Caracas hatte im Februar seine Beziehungen zu Bogotá abgebrochen, nachdem Kolumbien seine Unterstützung für den Maduro-Rivalen und selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó erklärt hatte.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von James Klausner  (Harder11)
    So steht es im Handbuch für Diktatoren: Wenn deine Lage zusehends unhaltbar wird, weil du und deine Gefolgschaft das Land vollends ruiniert haben, so brich einen Konflikt mit einem Nachbarland vom Zaun und schwinge markige, patriotische Reden . So sammeln sich die verzweifelten Menschen unter der Landesfahne und Du kannst dich dem letzten grossen Kassensturz widmen, derweil deine Bürger mit Bluten und Sterben beschäftigt sind. Mit vollen Taschen flüchtest Du dann ins Exil. Nach dir die Sintflut.
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  • Kommentar von P Gasser  (pasgas)
    Und womit will Maduro die Soldaten bezahlen? Was soll die Truppe essen? Woher kommt das Benzin und Material um die Truppe zu versorgen? In dem Land fehlt es an allem. Auch beim Militär. Ich bezweifle dass das Regime in Venezuela 150'000 Soldaten auf Dauer in einen Einsatz schicken kann. In Uniform an einer Parade aufmarschieren lassen ist etwas anderes als in einen längeren Einsatz, in abgelegene Gebiete zu schicken.
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    1. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      Für das Militär reicht es immer. Auch Nordkorea hat dazu , so scheint es, praktisch unbegrenzte Mittel zur Verfügung. Während der Rest vom Land im dunkeln hockt und hungert.
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    2. Antwort von Hans Haller  (panasawan)
      Fürs Militär wird man Maduro auch weiterhin stützen wollen. Jedenfalls kann er dabei sichtlich auf Russland oder China abstützen, die springen hier wohl ein, wenn's eng wird. - Maduro kann sich nur noch via Militär halten im Amt. Neuwahlen sind auch da angezeigt, werden aber sicherlich nicht stattfinden dürfen. Und diese Uebung ist letztlich auch so eine Art von Machtdemonstration nach innen gerichtet.
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  • Kommentar von m. mitulla  (m.mitulla)
    Nach Sanktionen der USA, Militärmanövern durch Kolumbien und der Drohung Duques ("Duque kündigte die Schaffung einer Spezialeinheit an und unterstellte Venezuela, den Farc-Rebellen «Unterschlupf und Unterstützung» zu gewähren.") sieht sich Maduro offenbar gezwungen, seine Armee zur Verteidigung seines Landes zu mobilisieren. Man soll nicht Angriff und Verteidigung verwechseln.
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