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Erster landesweiter Feiertag «Juneteenth» in den USA
Aus Tagesschau vom 19.06.2021.
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19. Juni – «Juneteenth» Ein Feiertag als Erinnerung an die Sklaverei in den USA

  • In den USA wird der Gedenktag «Juneteenth», der das Ende der Sklaverei markiert, künftig als bundesweiter Feiertag begangen.
  • Präsident Joe Biden setzte eine entsprechende Gesetzesvorlage nach der Verabschiedung durch beide Kammern des Kongresses im Weissen Haus mit seiner Unterschrift in Kraft.
  • Am 19. Juni wird nun also in den USA des Endes der Sklaverei gedacht.

«Juneteenth» setzt sich zusammen aus den englischen Wörtern für «Juni» und «neunzehnter» – «June» und «nineteenth». Am 19. Juni im Jahr 1865 war die Emanzipationsproklamation zur Befreiung der Sklaven in Texas bekannt gemacht worden. In dem südlichen Bundesstaat und einigen weiteren ist «Juneteenth» schon seit längerem ein Feiertag.

«Bundesweite Feiertage sind etwas Wichtiges. Es sind Tage, an denen wir als Nation beschlossen haben, innezuhalten und Bilanz zu ziehen», sagte US-Vizepräsidentin Kamala Harris bei der Zeremonie im Weissen Haus. «Wir müssen aus unserer Geschichte lernen. Und wir müssen unseren Kindern unsere Geschichte beibringen.»

Joe Biden: Sklaverei ist «Amerikas Erbsünde»

Biden erklärte, dass es an diesem Tag darum gehe, sich an den «moralischen Schandfleck», an «Amerikas Erbsünde» zu erinnern. «Wenn wir uns an diese Momente erinnern, beginnen wir zu heilen und werden stärker.»

«Dieser Tag erinnert uns an eine Geschichte, die stark durch Brutalität und Ungerechtigkeit befleckt ist, und erinnert uns an unsere Verantwortung, eine Zukunft des Fortschritts für alle aufzubauen», hatte die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, erklärt.

Republikaner hat Widerstand aufgegeben

Die Verabschiedung des Gesetzentwurfs war im vergangenen Jahr zunächst an einem republikanischen Senator gescheitert. Als Grund hatte Ron Johnson aus dem Bundesstaat Wisconsin damals Bedenken zu den Folgekosten angeführt. Seinen Widerstand gab er diese Woche jedoch auf.

Er hatte den landesweiten Feiertag bekämpft: Der republikanische Senator Ron Johnson aus Wisconsin.
Legende: Er hatte den landesweiten Feiertag bekämpft: Der republikanische Senator Ron Johnson aus Wisconsin. Keystone

Da sich die Demokraten durch die Wahlen 2020 das Präsidentenamt und eine knappe Mehrheit im Senat sichern konnten, haben sich die Machtverhältnisse zudem seither verschoben. Die landesweiten Proteste und die Debatte über Rassismus, die durch den gewaltsamen Tod mehrerer Schwarzer bei Polizeieinsätzen entfacht wurden, verschafften dem Vorhaben weiteren Auftrieb.

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Aus dem Archiv: 400 Jahre Sklaverei in den USA
Aus Tagesschau vom 23.08.2019.
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SRF 4 News, 18.6.2021, 7 Uhr;

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Jörg Kaufmann  (jka)
    Die Dimension der Sklaverei war in Südamerika, primär in Brasilien, noch grösser. Das wird (dort) und in der Welt nie zum Politikum gemacht.
    So auch die in Nordafrika, Orient, wo auch Europäer nebst Afrikanern Opfer wurden.
    Klar. es geht in diesem Artikel um den Errinnerungstag in den USA. Mein Hinweis einfach nur zur Errinnerung an diejenigen welche sich stets so äussern Sklaverei beträfe hauptsächlich die USA.
    1. Antwort von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
      Sklaverei war gang und gäbe, das stimmt. Doch pervertiert wurde es aus meiner Sicht durch die Baumwollplantagen in den heutigen USA. Diese Sklaven hatten keine Möglichkeit jemals überhaupt frei zu kommen.
    2. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      @ Herr Meyer: Über die Sklaverei der USA wissen wir am Meisten weil darüber am Meisten berichtet wurde. Weder die Sklaverei noch Baumwollplantagen sind typisch USA, beides gab es auch in anderen Ländern. Es gab auch Ländern die noch schlimmer mit schwarzen Sklaven umgingen, z.B. der nahe Osten wo es schwarzen Sklaven verboten war Familien zu Gründen und Sie wurden oftmals sogar kastriert. Dies soll die damaligen Verbrecher nicht entschuldigen aber aufklären.
  • Kommentar von Norbert Zeiner  (ZeN)
    An diesem Juneteenth werden die Shoppingmalls in USA mit Juneteenth-Sales extralange Öffnungszeiten haben, wo sich dann das ganze Volk mit in China unter Skavenhaften Bedingungen produzierten Waren eindecken kann. Ausser einigen Gedenkverantstaltungen mit mehr politischen Aktivisten als Teilnehmern wird an diesem Tag niemand sagen können, worum er eingeführt wurde.
  • Kommentar von Beat Kessler  (KLERUS)
    Sklaverei sei die Erbsünde der USA..? Da möchte ich an dieser Stelle, noch an die Uhrvölker in den USA erinnern. Mit freundlichen Grüßen
    1. Antwort von Urs Salzmann  (pfefferusalz)
      Hatten die denn mit Uhren zu tun?
    2. Antwort von Tony Hughes  (Tonemeyer)
      Trugen die Uhrvölker alle eine Rolex? Sorry, ich konnte mir das nicht verkneifen. Sie haben völlig recht, der Massenmord und Landraub an den Ureinwohnern ist unentschuldbar.
    3. Antwort von Patrick Janssens  (patrickjanssens)
      Darf ich hinzufügen: die Internierung von Personen asiatischer Herkunft während Weltkrieg II. Die Geschichte der MS St Louis.
      Zu ihrem Kommentar, Beispiel Wounded Knee.