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Proteste gegen «WhatsApp-Steuer» im Libanon
Aus SRF News vom 18.10.2019.
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20 Rappen pro Tag «Whatsapp-Steuer» führt im Libanon zu Massenprotesten

In der Nacht haben im Libanon Tausende gegen die neue Steuer und die Wirtschaftspolitik der Regierung protestiert.

Umgerechnet knapp 20 Rappen pro Tag: So viel soll die neue «Whatsapp-Steuer» im Libanon kosten. Das hat gestern der libanesische Informationsminister Jamal Jarrah bekanntgegeben.

Die tägliche Gebühr muss bezahlen, wer via Whatsapp, Facebook oder Facetime telefoniert. Mit der Steuer will die Regierung die maroden Staatsfinanzen sanieren.

Gegen die neue Steuer haben in der Nacht auf heute Tausende protestiert. In Beirut setzte die Polizei Tränengas gegen die Demonstranten ein. Wegen der heftigen Proteste bleiben heute viele Geschäfte und Schulen im Libanon geschlossen.

Mittlerweile hat die Regierung verkündet, dass die Steuer doch nicht in Kraft treten werde.

Der Libanon mit seinen rund sechs Millionen Einwohnern kämpft mit einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise. Der Mittelmeerstaat gehört zu den am stärksten verschuldeten Ländern der Welt. Die Regierung hat deshalb bereits den «wirtschaftlichen Notstand» ausgerufen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    "Mit der Steuer will die Regierung die maroden Staatsfinanzen sanieren". Ja, vermutlich die persönlichen Finanzen sanieren! Die Leute sind nicht mehr dumm, sogar im Libanon!
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  • Kommentar von Hans Friedrich  (Farmer)
    Ein schönes, geschichtsträchtiges Land mit vielen netten und sehr hilfsbereiten Menschen. Die jetzt aber über ethische und konfessionelle Grenzen hinweg (bemerkenswert und ermutigend) die Nase voll vom kollektiven Staatsversagen haben. Das war jetzt nicht nur die Steuer auf Whattsapp, zuvor gab es z.B. auch die ausgedehnten Waldbrände, wo die Regierung sich gar nicht erst die Mühe machte, sie zu löschen sondern Frankreich um Hilfe bat. Von 5 eigenen Lösch-Hubschraubern ist keiner einsatzbereit.
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  • Kommentar von Alex Volkart  (Lex18)
    Streng genommen zahlen die Nutzer von Sozialen Netzwerken schon. Nämlich mit der Preisgabe ihrer Daten. Facebook verdient mit den Daten der Nutzer und deren Analysen Milliarden. Aber mal ernsthaft. Ich sehe nicht ein warum man für die Telefonie durch soziale Netzwerke nicht zahlen muss, fürs herkömmliche Telefonieren muss man ja auch zahlen. Andererseits ist an der Libanon durch Die grassierende Korruption zu einem grossen Teil selbst Schuld. Man soll das Geld doch da holen wo es sich anhäuft.
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