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Legende: Video Grossdemonstration in Mailand abspielen. Laufzeit 00:31 Minuten.
Aus News-Clip vom 02.03.2019.
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200'000 Menschen protestieren Grosse Demonstration gegen Rassismus in Mailand

  • Zehntausende Menschen haben sich in Mailand an einer Anti-Rassismus-Demonstration beteiligt.
  • Der Protest richtete sich auch gegen die Strategie der geschlossenen Häfen, die Italiens rechter Innenminister Matteo Salvini vorantreibt.
  • «Eine andere Welt ist möglich», skandierten die Demonstranten.

Die Menschen zogen am Samstag durch die Stadt und versammelten sich auf dem zentralen Platz vor dem Mailänder Dom. Der Protest sei ein «machtvolles politisches Zeugnis, dass Italien nicht nur jenes Land ist, das derzeit beschrieben wird», sagte der Bürgermeister der norditalienischen Metropole, Giuseppe Sala. Mailand sende ein Signal für ein «anderes Italien» aus.

Der Stadtrat für Soziales, Pierfrancesco Majorino, sprach von rund 200'000 Teilnehmern. Organisiert hatten die Demo mehrere Hilfsorganisationen und soziale Vereinigungen, um «gegen eine Politik der Angst» zu protestieren.
Italien wird seit vergangenem Juni von einer Koalition aus europakritischer Fünf-Sterne-Bewegung und ausländerfeindlicher Lega regiert.

Salvini zeigt sich unbeeindruckt

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Trotz der 200'000 Menschen in Mailand hat sich der italienische Innenminister und Lega-Chef Matteo Salvini unbeeindruckt gezeigt. «Friedliche Demonstrationen sind willkommen, doch ich ändere meine Meinung nicht: Nach Italien kommt man nur mit Einwanderungsgenehmigung», kommentierte Salvini auf Facebook. Er versprach die Fortsetzung seines «harten Kampfes gegen Schlepper, Menschenhändler, Mafiosi und Ausbeuter».

Salvini erklärte, er könne mit der Unterstützung der Wählerschaft rechnen, wie die jüngsten Ergebnisse der Regionalwahlen in Abruzzen und auf Sardinien bezeugten. Die Lega erreichte laut der von der Mailänder Tageszeitung «Corriere della Sera» veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstitut IPSOS 35,9 Prozent der Stimmen.

Das Demo-Motto «Prima le persone» (Die Menschen zuerst) spielte auf den Slogan «Prima gli Italiani» (Italiener zuerst) von Lega-Chef und Innenminister Matteo Salvini an. Der verfolgte eine harte Linie gegen Migranten. Damit hat Salvini zwar grossen Erfolg in aktuellen Umfragen, allerdings spaltet er so auch das Land.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Das waren wohl zum grössten Teil "Ausländer" und diejenigen welche eine goldene Nase an den Asylanten verdienen. Anders kann's nicht sein, aber leider sind unsere Medien blind auf beiden Augen.
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  • Kommentar von Hanspeter Müller  (HPMüller)
    Es wird Zeit, dass die demokratischen Kräfte in Italien wieder erwachen. Mit der Flüchtlingsdiskussion soll nur davon abgelenkt werden, dass die aktuelle Regierung noch nichts zugunsten der gewöhnlichen Steuerzahler zu stande gebracht hat, weder mehr Jobs noch bessere Lebensbedingungen. Einzig die Schulden wurden vergrössert, und die werden auch die gewöhnlichen Steuerzahler zu berappen haben. Typischer Populismus halt, und erst noch auf Kosten von ertrunkenen Kindern und Frauen.
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Ob die Italiener glücklich wären, wenn Italien jedes Schiff mit Hunderten Migranten einreisen lassen würde? Sehr fraglich. Migranten, Invasion, Islamismus: In Italien wurde praktisch über nichts anderes mehr gesprochen. Viele fürchteten, dass die unkontrollierte Einwanderung die italienische Kultur zerstört. Italien hatte in den vergangenen Jahre eine grosse Last an Migranten zu tragen.Jetzt die Kehrtwende?
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