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«Die Brexit-Verhandlungen waren eine Zeitverschwendung» engl.
Aus News-Clip vom 22.10.2019.
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Abschiedsrede von Juncker «Bekämpft den dummen Nationalismus»

  • Nach fünfjährige Amtszeit verabschiedete sich Juncker heute vor dem Europa-Parlament.
  • Dabei erklärte er, die Brexit-Verhandlungen sei die reinste Zeit- und Energieverschwendung gewesen.
  • Seinen Nachfolgern gab er mit auf den Weg: «Bekämpft mit aller Kraft den dummen Nationalismus.»

Da die Kommission seiner Nachfolgerin Ursula von der Leyen aber noch nicht vollständig ist, wird Juncker bis zu ihrem Amtsantritt die Geschäfte noch kommissarisch leiten. Von der Leyen wird wohl frühestens am ersten Dezember ihr Amt antreten.

Europa – ein Friedensprojekt

Der 64-Jährige erklärte im EU-Parlament: «Ich scheide aus dem Amt nicht betrübt, nicht übermässig glücklich, aber im Gefühl, mich redlich bemüht zu haben.»

Frieden ist nicht selbstverständlich
Autor: Jean-Claude JunckerEU-Kommissionschef

Der Luxemburger erinnerte daran, dass die Europäische Union vor allem auch ein Friedensprojekt sei. «Frieden ist nicht selbstverständlich, und wir sollten stolz darauf sein, dass Europa den Frieden erhält», sagte er. Darüber müsse man auch mit jungen Menschen reden.

Etliche EU-Krisen

Der frühere luxemburgische Regierungschef war 2014 nach Brüssel gewechselt. In seine Amtszeit fallen etliche Krisen, darunter die Euro-Schuldenkrise, die 2015 fast zum Rauswurf Griechenlands aus der Eurozone geführt hätte, und die Flüchtlingskrise 2015.

Der grösste Rückschlag war die Brexit-Entscheidung in Grossbritannien 2016, die die Gemeinschaft seither fast pausenlos beschäftigt.

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59 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus KREUTER  (SWISSKK)
    Was bitte ist “dummer Nationalismus”? Wenn Menschen sich zu der Nation hingezogen fühlen in der sie leben und sich gut fühlen, ist das dummer Nationalismus? Wenn Menschen mit Stolz auf ihr Land blicken und es verteidigen gg.Anfeindungen? Viele, sehr viele Völker dieser Erde sind stolz auf das eigene Land und das ist gut so. Wieso Europäer oftmals Nationalstolz mit dem cruden Nationalismus bestimmter Gruppierungen verwechseln, das erschliesst sich mir nicht.
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    1. Antwort von Henri Jendly  (Henri Jendly)
      @Kreuter: Stolz auf das eigene Land sein, für das Land einstehen, sich zugehörig fühlen wird mit Patriotismus (und evtl. Nationalstolz) bezeichnet. Nationalismus hingegen überhöht den Stand der eigenen Nation gegenüber anderen Nationen, was die anderen entsprechend abwertet. Der Schritt zum völkischen Denken ist sehr klein. Nationalismus ist eine Ideologie der sog. Herrenvölker, die für sich das Recht beanspruchen, über anderen Völkern zu stehen und über sie zu herrschen. Ich selber bin Patriot!
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    2. Antwort von Henri Jendly  (Henri Jendly)
      @Kreuter die Zweite: „Ein Patriot ist jemand, der sein Vaterland liebt. Ein Nationalist ist jemand, der die Vaterländer der anderen verachtet.“ (Zitat Johannes Rau, Bundespräsident der BRD, 1999 bis 2004)
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    @kaiser: Ich würde mal Folgendes in den Raum stellen, dass es zwei grundlegende Vorstellungen von Nation gibt. Die eine, die sich ihre Identität aus 'mythologischen Ursprungserzählungen' holt und da eine rechtmässige Gruppe ist, die das 'Vorhandene zu bewahren' sucht. Ideale Bedingung für ethnischen Nationalismus. Die andere Vorstellung baut auf dem Grundgedanken auf, dass die Identität von Gemeinschaft und Nation auf demokratischer, prozesshafter Rechtsetzung und Entscheidungsfindung beruht.
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  • Kommentar von Sam Brenner  (Sam Brenner)
    Man stelle sich kurz die vielen Millionen Tote vor, die der Nationalismus in den letzten paar Jahrhunderten auf den Schlachtfeldern Europas hinterlassen hat. Mit diesem Bild im Kopf ist Junkers Aussage des "dummen" Nationalismus wohl massivst untertrieben. Nationalismus ist eine weltweite Plage, orchestriert von Machtmenschen, die ihr bisschen Macht um jeden Preis erhalten wollen.
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    1. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      Stattdessen wurde die Kriege "exportiert". In Libyen, Irak, Afghanistan, Syrien wurde die Kriege direkt von EU-Ländern mitgetragen oder durch indirekt durch Waffenexporte nach Saudi-Arabien, Türkei oder Jemen. Auch Embargo's oder ätzende Handelbedingungen sind Wirtschaftskriege. Gerade die EU mit ihren fürchterlichen Export-Subventionen drückt armen, afrikanischen Ländern die Luft ab. Gut analysiert in dem Beitrag von Jasinna "Die Flüchtlingsmacher".
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