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Legende: Video Donald Trump: «Die Demokraten wollen euch eure Waffen wegnehmen» abspielen. Laufzeit 00:47 Minuten.
Aus News-Clip vom 26.04.2019.
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Ankündigung vor Waffenlobby Trump will aus Waffenhandels-Vertrag aussteigen

  • US-Präsident Donald Trump will, dass sich die USA aus dem Vertrag über den Waffenhandel zurückziehen.
  • Dieser Vertrag regelt den internationalen Handel mit konventionellen Waffen.
  • Er werde den Kongress auffordern, den Vertrag nicht zu ratifizieren, sagte Trump auf der Jahresversammlung der Waffenlobby NRA in Indianapolis.

Trumps Vorgänger Barack Obama hatte 2013 den multilateralen Vertrag der UNO über den Waffenhandel, den Arms Trade Treaty (ATT), unterschrieben. Er wurde vom Kongress aber bislang nicht verabschiedet. Das Abkommen trat 2014 in Kraft. Bisher haben es 101 Staaten ratifiziert.

«Amerikaner leben nach amerikanischen Gesetzen, nicht nach Gesetzen anderer Länder», sagte Trump in Indianapolis, Indiana, an einer Veranstaltung der Waffenlobby-Organisation National Rifle Association (NRA). Er versprach, das auf den zweiten Verfassungszusatz zurückgeführte Recht auf Waffenbesitz nicht anzutasten.

Auf der Veranstaltung unterzeichnete Trump einen Brief, in dem er den Kongress auffordert, den Ratifizierungsprozess zu beenden. Die UNO werde formell informiert, dass die USA ihre Unterschrift auf den ATT zurückziehen werde.

Die NRA hat nach Informationen des TV-Senders CNN im vergangenen Wahlkampf 2016 mehr als 30 Millionen Dollar an Spenden für das Wahlkampfteam Trumps zusammengetragen.

Mehr Lehrer mit Schusswaffen

Der US-Präsident erklärte, die Gewaltkriminalität in den USA sei zurückgegangen. Morde in Grossstädten hätten um sechs Prozent abgenommen, sagte Trump, ohne eine Vergleichszeitraum zu nennen.

Zudem hätten 30 Gliedstaaten inzwischen erlaubt, dass Lehrer im Klassenzimmer Schusswaffen tragen dürfen. Dies war eine Forderung von Trump nach dem Schulattentat in Parkland, Florida, mit 17 Toten.

Trump forderte die NRA-Mitglieder auf, für die Republikaner zu stimmen. «Die Demokraten wollen euch die Waffen wegnehmen», sagte Trump mit Blick auf die Präsidentschaftswahlen vom kommenden Jahr.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Konrad Diehm (Otto Normal)
    Im vergangenen Jahr gab es in den USA insgesamt 345 «mass shootings», vereinzelt bis zu sechs an einem einzigen Tag im 2018 in den USA. Dabei kamen 434 Personen ums Leben, 1801 wurden verletzt. Trump und der NRA scheint das egal zu sein. Nun gut, Amerika kann machen was es will.
    Ich wünsche mir die Annahme der Waffengesetz-Abstimmung in der Schweiz und werde meinen Teil dazu beitragen!
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  • Kommentar von werner zuercher (Werner Zuercher)
    Trump zeigt Flagge und ha damit recht! Bestraft werden mit solchen Abkommen die Guten und Anständigen, die Waffen niemals in böser Absicht einsetzen. Die Schlechten, Kriminellen und Bösen bekommen immer Waffen. Auch von denen die theatralisch, heuchlerisch Unterschreiben! So einer war der Schaumschläger Obama! Mediengeil alles Unterschreiben, im Wissen, das es eh nie Ratifiziert wird. Zugleich Länder angreifen die Petrodollar Geißel nicht mehr wollten. Schulen und Spitäler bombardieren lassen!
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  • Kommentar von Hanspeter Müller (HPMüller)
    Es ist auffallend, dass die Argumentation der NRA und von Trump praktisch Wortwörtlich dieselbe ist wie jene der Waffenlobby zur Abstimmung über das neue Waffengesetz in der Schweiz. Ich frage mich, wie gross der Einfluss der NRA in der Schweiz ist, und wie viel Geld da fliesst. Es ist Zeit, dass in der Schweiz Politiker und Parteien ihre Finanzflüsse offenlegen müssen.
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