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Julien Assange wird nicht auf Kaution freigelassen
Aus Tagesschau vom 06.01.2021.
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Antrag auf Kaution abgelehnt Wikileaks-Gründer Julian Assange bleibt in Haft

  • Ein Gericht in London lehnt den Antrag der Verteidigung ab, den 49-Jährigen gegen Kaution freizulassen.
  • Zahlreiche Anhänger von Julian Assange hatten sich vor dem Gericht versammelt.

Die Anwälte des 49-Jährigen haben beantragt, dass der gebürtige Australier gegen Kaution freigelassen wird. Auch Assanges Partnerin Stella Moris, mit der er zwei Kinder hat, war im Gericht dabei.

Auslieferungsantrag bereits abgelehnt

Dieselbe Richterin hatte am Montag den Auslieferungsantrag der USA abgelehnt. Sie begründete ihre Entscheidung mit dem psychischen Gesundheitszustand Assanges und den Haftbedingungen, die ihn in den USA erwarten würden. Es sei damit zu rechnen, dass er sich in Isolationshaft das Leben nehmen werde.

Kurzeinschätzung von Korrespondentin Henriette Engbersen

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«Das heutige Urteil ist ein herber Rückschlag für Julian Assange. Am Montag sagte die Richterin in London noch, die Zustände in den US-Gefängnissen könne man Julian Assange nicht zumuten. Seine gesundheitliche Verfassung sei dazu zu schlecht.

Heute sagt die Richterin nun aber, in Grossbritanniens Gefängnissen könne Assange sehr wohl bleiben. Zudem gebe es berechtigte Befürchtungen, dass Assange wiederum versuchen würde, sich der Justiz zu entziehen, wenn man ihn auf Kaution freilassen würde», sagt SRF-Korrespondentin Henriette Engbersen.

«Man geht nun davon aus, dass die USA den Fall weiterziehen werden, um zu erreichen, dass Assange doch noch ausgeliefert wird. Der ganze Prozess kann somit noch Monate dauern. Für all diese Zeit wird Assange hinter Gittern bleiben müssen.»

Die US-Justiz wirft Assange vor, der Whistleblowerin Chelsea Manning – damals Bradley Manning – geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Assange drohen in den USA im Fall einer Verurteilung bis zu 175 Jahre Haft.

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Aus dem Archiv: Assange wird nicht an USA ausgeliefert
Aus Tagesschau vom 04.01.2021.
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SRF 4 News, 6.1.21, 13 Uhr;

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26 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Hänggi  (DHaenggi)
    Bleibt zu hoffen, dass Assange nicht auch noch aus den Schlagzeilen der Medien verschwindet, durch die neusten Skandale von Trump und dessen Anhänger. PS: Nicht zu vergessen ist auch der britische Premier Boris Johnson ein bekennender Sympathiesant von Trump und ähnelt diesem nicht nur frisurmässig..
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  • Kommentar von Marc Bühler  (Capten Demokratie)
    Er hat Manning nicht geholfen an die Daten ranzukommen, das haben US Gerichte bereits geklärt! Er hat nur Daten veröffentlicht. Daten die Kriegsverbrechen,Hochverrat und andere Schandtaten beinhalten.
    Die Entscheidung des Britischen Gerichts ist ein Witz.Sie argumentieren mit denn Haftbedingungen in der USA der Isolationshaft,während er in GB in Isolationshaft und Psychischer Folter ausgesetzt ist.
    Wegen verstoss der Kautionsauflgen.
    Die US Anklage ist ein Witz,weil er nicht US Bürger ist
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  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Erschreckend der Umgang mit Julian Assange. Dieser Mann wird, ohne verurteilt zu sein, seit Jahren wie ein Schwerstverbrecher behandelt. Es geht doch nur darum ein Exempel zu statuieren. So behandeln Unrechtsstaaten ihre Dissidenten USA, GB, Schweden haben eigentlich kein Recht mehr, China, Russland, Nordkorea zu kritisieren. Leider reagieren die meisten Regierungen zu wenig und zu leise. Es ist traurig, wenn derjenige, der Schwerstverbrechen aufzeigt schärfer angegangen wird, als die Mörder.
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