Zum Inhalt springen

Header

Video
Türkei reagiert mit Strafzöllen
Aus Tagesschau vom 15.08.2018.
abspielen
Inhalt

Antwort auf US-Sanktionen Türkei reagiert mit eigenen Strafzöllen

  • Als Gegenmassnahme auf die US-Wirtschaftssanktionen verhängt die Türkei weitere Zölle auf amerikanische Produkte.
  • Sie heizt damit die Auseinandersetzung um den in der Türkei festgehaltenen US-Pastor Andrew Brunson weiter an.

Künftig dürfen 22 zusätzliche US-Produkte nur noch unter hohen Zollkosten in die Türkei exportiert werden. Bereits gestern hatte Erdogan als Reaktion auf eine Anhebung der Zölle durch die USA Sanktionen gegen den iPhone-Hersteller Apple angekündigt.

Für Autos aus den USA wird der Zollsatz auf 120 Prozent verdoppelt, wie das Amtsblatt «Resmi Gazete» berichtete. Bei alkoholischen Getränken wird er auf 140 und bei Tabak auf 60 Prozent angehoben. Auch für andere Waren gelten künftig höhere Zölle, darunter Kosmetika, Tabak, Papier, Reis und Kohle.

Tauziehen um US-Pastor

Hintergrund des Streits ist das Schicksal des in der Türkei wegen Terrorvorwürfen festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson. Türkische Ermittler werfen diesem Verbindungen zu dem in den USA lebenden Geistlichen Fethullah Gülen vor, der nach Darstellung der Regierung hinter dem Putschversuch vor zwei Jahren steckte.

Die USA fordern Brunsons sofortige Freilassung. Aus Frustration über mangelnde Fortschritte in den Verhandlungen hatte US-Präsident Donald Trump am Freitag Zölle auf die Einfuhr von türkischem Stahl und Aluminium stark erhöht. Erdogan sprach daraufhin von einem «Wirtschaftskrieg».

Der Kurs der türkischen Lira war am Freitag und am Montag abgestürzt. Am Dienstag und heute erholte sich der Kurs dank Zentralbankmassnahmen zwar leicht, doch die Unsicherheit um die wirtschaftliche Situation ist nach wie vor gross.

Video
Grosse Verunsicherung in der Türkei
Aus Tagesschau vom 15.08.2018.
abspielen

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

10 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Kerzenmacher Boris  (zombie1969)
    Die Sanktionen der Türkei gegen die USA werden diese nicht empfindlich treffen. Wenn die USA die gleichen Sanktionen gegen die Türkei fahren wie gegen den Iran, dann ist die Türkei in Kürze ganz platt.
  • Kommentar von Kerzenmacher Boris  (zombie1969)
    Es ist gut, dass Katar sich mit Milliarden in der Türkei engagieren will. Katar gehört wie die Türkei zur "Organisation für islamische Zuammenarbeit", die 1990 die "Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam" abgegeben haben. Diese Erklärung ist mit der westlichen Auffassung von Menschenrechten nicht vereinbar. Die islamischen Staaten sollten sich untereinander mit Kapital aushelfen, sie brauchen das "westliche Geld" nicht.
    1. Antwort von Peter Imber  (Wasserfall)
      "Kairorer Erklärung der Menschenrechte im Islam" - können Sie mir aufzeigen, wie die Türkei, Ägypten oder Katar die grundlegensten Menschenrechte nur ansatzweise einhalten und / oder aufbauen?
  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Die Türkei ist unter Erdogan in Europa sowieso nicht willkommen, also schmeißt er sich an Putin ran.