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Legende: Audio Der demokratische Diskurs in den USA sei schwer beschädigt, sagt der Journalist Casper Selg abspielen. Laufzeit 04:43 Minuten.
Aus Echo der Zeit vom 21.07.2019.
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Attacke auf Demokratinnen Trump legt nochmals nach

Die vier kritisierten Abgeordneten würden die USA nicht lieben, so Trump. Kritiker werfen ihm vor, ein Rassist zu sein.

US-Präsident Donald Trump hat in der von ihm losgetretenen Konfrontation mit vier weiblichen Abgeordneten der Demokraten nachgelegt. «Ich glaube nicht, dass die vier Kongressabgeordneten in der Lage sind, unser Land zu lieben», schrieb der Republikaner auf Twitter. «Sie sollten sich bei Amerika (und Israel) für die schrecklichen (hasserfüllten) Dinge entschuldigen, die sie gesagt haben.»

Trump giesst noch mehr Öl ins Feuer

Der demokratische Abgeordnete Elijah Cummings verurteilte den erneuten Angriff. Er habe «keinen Zweifel» daran, dass Trump ein Rassist sei. «Das sind Menschen und Frauen, die ihr Land lieben», verteidigte Cummings im Sender ABC seine Kolleginnen. US-Senator Cory Booker, der für die Demokraten die Nominierung als Präsidentschaftskandidat anstrebt, sagte bei CNN, dass Trump «schlimmer als ein Rassist» sei.

Der US-Präsident hatte Alexandria Ocasio-Cortez, Rashida Tlaib, Ilhan Omar und Ayanna Pressley vor wenigen Tagen aufgefordert, sie sollten «dahin zurückgehen, wo sie hergekommen sind, und helfen, diese total kaputten und kriminalitätsverseuchten Orte wieder in Ordnung zu bringen». Alle vier Abgeordneten sind US-Bürgerinnen, drei von ihnen wurden in den Vereinigten Staaten geboren.

Auf diesen Streit bezieht sich Trump

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US-Präsident Donald Trump bezieht sich mit seinen Tweets auf einen Streit innerhalb der Demokratischen Partei – zwischen Nancy Pelosi, Sprecherin des Repräsentantenhauses, und den Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez, Rashida Tlaib, Ilhan Omar und Ayanna Pressley.

Pelosi hatte wie die Mehrheit ihrer Partei einem Gesetz zur Finanzierung der Grenzsicherheit zugestimmt. Die vier jungen Demokratinnen stimmten dagegen. Sie sahen daran eine Unterstützung der Grenzpolitik von Trump.

Pelosi verurteilte deren Stimmverhalten und erklärte in einem Interview mit der «New York Times», dass diese zwar viele Twitter-Follower hätten, aber letztlich nur vier Stimmen. Ocasio-Cortez wiederum unterstellte Pelosi unterschwellig Rassismus, weil immer wieder die vier jungen Politikerinnen kritisiert würden. Demokratische Politiker verurteilten die Aussagen von Ocasio-Cortez. Der Stabschef von Ocasio-Cortez goss zusätzlich Öl ins Feuer, weil er in dem neuen Grenzgesetzes eine Segregation, Rassentrennung, sah.

US-Präsident Donald Trump bezieht sich mit seinen Tweets auf einen Streit innerhalb der Demokratischen Partei – zwischen Nancy Pelosi, Sprecherin des Repräsentantenhauses, und den Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez, Rashida Tlaib, Ilhan Omar und Ayanna Pressley. Die vier werden auch als «The Squad» bezeichnet.

Pelosi hatte wie die Mehrheit ihrer Partei einem Gesetz zur Finanzierung der Grenzsicherheit zugestimmt. Die vier jungen Demokratinnen stimmten dagegen. Sie sahen daran eine Unterstützung der Grenzpolitik von Trump.

Pelosi verurteilte deren Stimmverhalten und erklärte in einem Interview mit der «New York Times», dass diese zwar viele Twitter-Follower hätten, aber letztlich nur vier Stimmen. Ocasio-Cortez wiederum unterstellte Pelosi unterschwellig Rassismus, weil immer wieder die vier jungen Politikerinnen kritisiert würden. Demokratische Politiker verurteilten die Aussagen von Ocasio-Cortez. Der Stabschef von Ocasio-Cortez goss zusätzlich Öl ins Feuer, weil er in dem neuen Grenzgesetzes eine Segregation, Rassentrennung, sah.

Die gebürtige Somaliern Ilhan Omar wiederum sorgt regelmässig mit Israel-kritischen Aussagen für Aufsehen. Ihr wird häufig Antisemitismus unterstellt.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte diese Verbalattacken scharf kritisiert. «Ich distanziere mich davon entschieden», sagte sie. Sie fühle sich solidarisch mit den betroffenen Frauen. Die Stärke Amerikas sei gerade das Zusammenleben ganz unterschiedlicher Menschen.

Legende: Video Trump setzt rassistische Tweets ab abspielen. Laufzeit 02:20 Minuten.
Aus 10vor10 vom 16.07.2019.
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73 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Fuchs  (Daniel Fuchs)
    Im leben ist selten (eigentlich nie) etwas so eindeutig schwarz / weiss wie es viele hier zu sehen scheinen. Man muss kein Fan von Trump sein oder ihn gar mögen um zu sehen dass auf der anderen Seite auch viel schief läuft und keineswegs nur fair gespielt wird. Fragt euch doch einfach mal ob Trump heute eventuell auch Präsident wäre hätte Obama Ihm damals nicht vor dem Gelächter der ganzen versammelten Elite gesagt er werde es nie sein... So wie in Matrix mit der Vase beim Orakel...
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    1. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      Wer eine Seite kritisiert, lobt damit noch lange nicht die andere Seite. Und die Kritik bedeutet auch nicht automatisch, dass man nur Fehler auf einer Seite sieht. Erstaunlich, dass man das das hier immer wieder betonen muss. Oder vielleicht doch nicht: Es handelt sich beim Verweis auf Fehler anderer um eine uralte Verteidigungsstrategie. Gut war sie noch nie.
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    2. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      Die Vorgeschichte könnten Sie auch noch erwähnen: Trump hatte sich mit der Behauptung, Obama sei gar kein Amerikaner, zuvor selbst lächerlich gemacht. Ganz zu schweigen von den rassistischen Untertönen dieser „Birther“-Theorie.
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  • Kommentar von Jerome Gerster  (jgerster)
    Wer eine andere Meinung hat oder auch nur Trumps ansichten kritisiert, ist gegen die USA. Ein Land, in dem der Präsident die Medien (ausser seinen Fox-Friends) kontinuierlich der Fake-News beschuldigt wird, der sich über andere Staatsoberhäupter (siehe Merkel) wie in einer schlechten Comedyshow lustig macht, keinen Respekt vor Gewaltentrennung und Demokratie hat, Regierungsmitglieder, welche im Land geboren wurden aufruft, nach Hause zu gehen... die Liste ist lang. Das sind die freien USA...
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    1. Antwort von Marti Müller  (marchman)
      Das ist Jetzt aber leicht übertrieben ... Und "kritisieren" ist ein weinig untertrieben...
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  • Kommentar von Werner Winzeler  (Wernher)
    Der Ursprung dieser Fede wird hier in einem Textblock erklärt., den hier die wenigsten gelesen haben. Es war ein Streit innerhalb der eigenen, Demokratischen Partei, wo die vier Frauen schon öfters aneckten. Dort hat sich Trump eingehäng - in seiner bekannt hemdsärmeligen Art.
    Und: Sein umstrittener Tweet wurde niegends vollständig wiedergegeben. Darin forderte er die Frauen tatsächlich auf, in ihre Herkunftsländer zu gehen - und aufzuräumen.
    - Danach können sie wieder kommen!
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