Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Inhalt

Austritte aus Partei Prominente Labour-Mitglieder kehren Corbyn den Rücken

Legende: Video Abgeordnete Berger: «Kann nicht in antisemitischer Partei bleiben» abspielen. Laufzeit 00:17 Minuten.
Aus News-Clip vom 18.02.2019.
  • Aus Protest gegen die Brexit-Politik von Parteichef Jeremy Corbyn haben sieben Abgeordnete die britische Labour-Partei verlassen.
  • Sie kritisieren vor allem den Brexit-Kurs und den Umgang mit antisemitischen Tendenzen in der grössten Oppositionspartei.
  • Die Abgeordneten Chuka Umunna, Luciana Berger, Chris Leslie, Angela Smith, Gavin Shuker, Mike Gapes und Ann Coffey werden künftig als «unabhängige Gruppe» im Parlament vertreten sein.

«Die Labour-Partei, der wir beigetreten sind, für die wir gekämpft haben und an die wir geglaubt haben, ist nicht mehr die Labour-Partei von heute. Wir haben alles getan, um sie zu retten», sagte der Abgeordnete Chris Leslie. Aber der linke Rand habe die Partei gekapert.

Der Verrat an Europa durch Labour sei für alle sichtbar geworden, erklärte Leslie. Der geplante Brexit der Regierung solle eher durchgewinkt werden anstatt dem Volk das letzte Wort zu geben.

Neben der Brexit-Politik nannten die Abgeordneten auch Corbyns Umgang mit Antisemitismus-Tendenzen als Gründe für ihren Schritt. Sie werfen ihm vor, nicht dagegen vorgegangen zu sein. Corbyn weist das zurück.

Sieben Mitglieder – nur der Anfang?

Corbyn zeigte sich enttäuscht über die Parteiaustritte. Besonders hart dürfte Labour der Rücktritt des charismatischen Abgeordneten Chuka Umunna treffen. Er gilt als Jungstar seiner Partei und führt eine Gruppe an, die ein zweites Brexit-Referendum fordert.

Chuka Umunna.
Legende: Chuka Umunna setzt sich seit Monaten für ein zweites Referendum ein. Reuters

Aus Parteikreisen verlautete, dass die Ankündigung eine zweite Welle von Parteiaustritten nach sich ziehen könnte. Der Unmut über Corbyns Brexit-Politik war zuletzt grösser geworden. Einen von Premierministerin Theresa May ausgehandelten EU-Austrittsvertrag lehnte das Parlament krachend ab. Bis zum Austritt bleibt allerdings nicht viel Zeit, er ist für den 29. März vorgesehen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

10 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Haller Hans (H.Haller)
    Wer da genauer hinschaut, merkt bald, dass es sich nicht nur um eine Abkehr vom BREXIT handelt, sondern auch um die Bedingungen des BREXIT's, die zum Teil ja wirklich inakzeptabel sind. Nur das wird leider hier kaum bis gar nicht erwähnt. Im Vordergrund drängen sich da in einzelnen Medien vor allem und besonders vehement die BREXIT-Gegner mit ihren Anliegen. - Da hilft nur eines ein HARD-CORE-BREXIT, bzw. bewusst einen Eklat herbeiführen, und so Raum für eine neue BREXIT-Abhandlung schaffen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Fürer (Hans F.)
    Verrat an Europa? Der Brexit werde nun durchgezogen, ohne dem Volk das letzte Wort zu geben? Dabei hat ja die Mehrheit des britischen Volkes dem Brexit mit gutem Grund zugestimmt. Die Verlierer sollten endlich damit aufhören, ein ihnen nicht genehmes Abstimmungsresultat anzuzweifeln oder sogar eine neue Volksabstimmung zu verlangen, in der Hoffnung, die falle dann so aus, wie sie es sich wünschen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Haller Hans (H.Haller)
      Herr Hans Fürer, das Volk hat entschieden, und genau das darf in den Augen vieler sonderbar veranlagten Zeitgenossen ja gar nicht sein. Leute die sich damit nicht abfinden können sind ein Problem. Sobald sich nämlich genau jene nicht damit abfinden können was zB. eine Regierung und Parlament beschliesst gerät man unweigerlich dann auch in eine ziemliche heftige Schieflage.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von T. H. Isaak (cuibono)
    Es ist gut, dass diese neoliberalen Tony-Blair-Jünger Labour verlassen. Die Partei soll sich für die ehrlich arbeitende Bevölkerung einsetzen und nicht für Cüpli-Sozialisten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen