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Ausweitung der Impfkampagne EMA lässt Pfizer/Biontech-Impfstoff für Kinder ab 12 Jahren zu

  • Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt den Impfstoff von Pfizer/Biontech auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren.
  • Dies hat der zuständige Experten-Ausschuss an einer ausserordentlichen Sitzung beschlossen.
  • Damit können in der EU auch 12- bis 15-Jährige gegen Covid-19 geimpft werden.
  • In der Schweiz hat die Zulassungsbehörde Swissmedic noch keinen Entscheid gefällt.

Die EMA teilte den Entscheid am Freitag in Amsterdam mit. Es ist der erste Impfstoff in der EU, der auch für Menschen unter 16 empfohlen wird. «Wir haben Daten, die zeigen, dass die Anwendung bei Kindern sicher ist», sagte Marco Cavalleri, der EMA-Direktor für Impfstrategien, an einer Pressekonferenz. Die Wirksamkeit der Impfung sei vergleichbar oder sogar besser als bei Erwachsenen. Dasselbe teilte die EMA auch auf Twitter mit.

Die finale Entscheidung zur Freigabe des Impfstoffes für 12- bis 15-Jährige in der EU muss noch von der Europäischen Kommission gefällt werden. Dies gilt aber als eine reine Formsache.

Werden auch in der Schweiz bald Kinder geimpft?

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Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) dürfte es nicht mehr lange dauern, bis sich auch in der Schweiz Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen könnten. Diese Personen dürften selbst entscheiden, ob sie eine Impfung wollten oder nicht.

«Aufgrund der Datenlage gehen wir davon aus, dass die Zulassung der Schweizerischen Heilmittelbehörde nächstens kommen könnte», sagte Patrick Mathys, Leiter der Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim BAG, am Freitag vor den Medien. Danach werde die Eidgenössische Impfkommission die Empfehlungen erarbeiten.

«Wenn wir das Virus so gut wie möglich kontrollieren wollen, braucht es einen möglichst grossen Anteil an Immunen. Mit Kindern und Jugendlichen erreicht man eine neue Menge von Personen», gab Mathys zu bedenken. Für unter Zwölfjährige dürfte es laut dem Bund noch länger dauern, bis eine Impfung zur Verfügung stehen wird.

Durch die positive Entscheidung der EMA wird die Diskussion über die Kinder-Impfung weiter angeheizt. Die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland hat bereits angedeutet, dass sie möglicherweise auch im Fall einer EMA-Zulassung keine allgemeine Impfempfehlung für alle Kinder geben wolle, sondern nur für vorerkrankte Kinder. In Kanada und den USA hatten die Gesundheitsbehörden bereits vor einigen Wochen die Anwendung auch bei 12- bis 15-Jährigen erlaubt.

Wie sicher ist der Impfstoff für Kinder?

Der Corona-Impfstoff von Pfizer/Biontech schützt auch 12- bis 15-Jährige sicher vor einer Covid-19-Erkrankung. Das zeigen jüngst veröffentlichte Daten, die bereits Grundlage für die Notfallzulassung des Impfstoffes in den USA in dieser Altersgruppe waren und die der EMA zur Zulassungsprüfung vorlagen.

In der Studie, Link öffnet in einem neuen Fenster trat bei mehr als 1000 geimpften Kindern und Jugendlichen kein Covid-19-Fall auf – in der gleichen grossen, ungeimpften Kontrollgruppe waren es 16. Nach der Impfung sei es zu leichten Impfreaktionen wie Müdigkeit oder Kopfschmerzen gekommen, schreiben die Wissenschaftler im «New England Journal of Medicine».

Zugleich verwies die EMA darauf, dass sie sehr seltene Fälle von Herzmuskelentzündungen, hauptsächlich bei Menschen unter 30 Jahren, untersuche. Bislang gebe es aber keine Hinweise, dass diese in Verbindung mit dem Impfstoff stünden. Wegen der geringen Zahl an Kindern und Jugendlichen in der Studie sei sie nicht geeignet, seltene Nebenwirkungen aufzudecken. Gleichwohl sei die EMA überzeugt, dass auch in dieser Altersgruppe die Vorteile der Impfung die Risiken übersteigen.

SRF 4 News, 28.05.2021, 17:00 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Pirmin Schläpfer  (Gwunderer)
    In der erwähnten Studie wird gesagt, der Schutz vor asymptomatischer Infektion sei nicht untersucht worden, es würden entsprechende Untersuchungen laufen. Nun hat das CDC kürzlich beschlossen, Infektionen bei Geimpften nicht mehr generell nachzuverfolgen, sondern nur noch bei hospitalisierten Patienten. Ausserdem wurde bei Geimpften die Testpraxis angepasst (Cycle Threshold nur bis 27), angeblich, um die Qualität der Daten zu verbessern (Quelle CDC). Hatte die Studie diese Entwicklung verpasst?
  • Kommentar von Benedikt Walchli  (Baenzi)
    Warum nehmen wir das Risiko einer Impfung, die nicht mal eine offizielle endgültige Zulassung hat, auf uns? So viel ich weiss ist das Risiko die Immunität auf natürliche Weise zu erhalten für diese Altersgruppe bei 0.02%!
  • Kommentar von Benedikt Walchli  (Baenzi)
    Wundere mich immer wieder warum man diese Altersgruppe so fossiert mit Impfen, wo man doch jetzt weiss, dass das Risiko für Komplikationen durch die Impfung für diese Altersgruppe höher ist als die natürliche Immunität auf natürlichem weg zu erhalten?!
    1. Antwort von Mark Keller  (mkel)
      Quellen?