Zum Inhalt springen

Header

Video
UNO-Menschenrechtskommissarin Bachelet vermittelt in Venezuela
Aus Tagesschau vom 22.06.2019.
abspielen
Inhalt

Bachelet in Venezuela Zu Besuch bei den Rivalen Maduro und Guaidó

  • Im andauernden Machtkampf in Venezuela hat die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, Kontakt zu den verfeindeten Lagern aufgenommen.
  • So sprach sie in am Freitag in Caracas mit Staatschef Nicolás Maduro und mit dem selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó.
  • Bachelet rief die Behörden auf, alle politischen Gefangenen freizulassen, damit sie ihre Bürgerrechte friedlich ausüben könnten.

«Es war ein erfolgreiches Treffen», sagte Präsident Maduro nach dem Treffen im Fernsehen. «Ich nehme ihre Vorschläge und Empfehlungen an. Ich gebe meine Garantie, dass zur Rechenschaft gezogen wird, wer die Menschenrechte verletzt.»

Allerdings machen Menschenrechtsorganisationen und die Opposition die staatlichen Sicherheitskräfte und regierungstreue Schlägertrupps für Morde, Folter und willkürliche Verhaftungen verantwortlich.

Guaidó sieht dringliche Lage

Zuvor hatte sich Bachelet bereits mit dem selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó getroffen. Zahlreiche Länder haben ihn bereits als Staatschef anerkannt, in Venezuela konnte er allerdings bislang keinen Machtwechsel erzwingen. Vor allem das Militär hält Maduro bislang die Treue.

«Wir leben in einer Diktatur, die die Menschenrechte verletzt», sagte Guaidó nach dem Treffen mit der Menschenrechtskommissarin. «Der Besuch von Bachelet unterstreicht die Dringlichkeit der Lage in Venezuela. Damit hat sie die humanitäre Notlage anerkannt, die sich zu einer beispiellosen Katastrophe entwickeln könnte.»

Juan Guaidó und Michelle Bachelet
Legende: Juan Guaidó empfing Michelle Bachelet vor dem Parlament. Keystone

Sanktionen als Thema

Die venezolanische Regierung bat Bachelet, auf eine Aufhebung der Sanktionen gegen das südamerikanische Land zu dringen. Vor allem die USA haben eine Reihe von Auslandskonten gesperrt. Venezuela brauche das Geld, um Lebensmittel und Medikamente zu kaufen, sagte Planungsminister Ricardo Menéndez.

Bachelet sprach auch mit Vertretern der regierungstreuen Justiz und ranghohen Militärs sowie mit Opfern der staatlichen Sicherheitskräfte.

Monatelanger Machtkampf in Venezuela

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen
  • Seit Monaten liefern sich Nicolás Maduro und Juan Guaidó einen Machtkampf.
  • Zahlreiche Oppositionelle sitzen in Haft, immer wieder geht die Polizei hart gegen Demonstranten vor.
  • Ausserdem leidet das einst reiche Land unter einer Versorgungskrise.
  • Aufgrund von Devisenmangel können kaum noch Lebensmittel, Medikamente und Dinge des täglichen Bedarfs eingeführt werden.
  • Millionen Venezolaner sind bereits ins Ausland geflohen.
Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von R. Raphael  (R.Raphael)
    @Stinson. Was würden Sie denn sagen wenn das mächtigste Land der Welt die Schweiz über 20 Jahre sanktionieren würde, also Konten einfrieren, kein Zugang zum Kapitalmarkt, Länder bestrafen die mit der Schweiz Handel treiben würden usw usw.
    Die Zustände wären dramatisch und die Politik wäre auf verlorenem Posten. Insoferm haben die strukurellen Probleme in Venezuela sehr wohl mit den US-Sanktionen zu tun. Dies können Sie mit Verlaub bestenfalls aus der Komfortzone heraus gegenteilig beurteilen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Ted Stinson  (Ted Stinson)
      Sehr interessant, dann sind also die Sanktionen von 2015 bis heute Schuld an den Problemen Venezuelas? Da müssten die strukturellen und politischen Probleme aber sehr schnell entstanden sein, scheint als hätte demzufolge Chavez keine nachhaltige Verbesserung bewirkt während seiner Zeit. Im Übrigen haben die EU und sogar unsere neutrale Nation ebenfalls Sanktionen erlassen, dann sind wir also ebenso Schuld an der langjährigen Inflation. Russland und China helfen Venezuela sicher gerne für Erdöl!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von R. Raphael  (R.Raphael)
    Es wäre ganz einfach.....die USA sollen die Venezolanischen Konti sofort entsperren, die Sanktionen beenden, und ihre Gier auf Rohstoffe dieses Landes nach 20 Jahren begraben. Dann würde sich das Land binnen Tagen erholen....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hans Peter Auer  (Ural620)
      Richtig, Konten freigeben, aber NUR in Gegenvereinbarung mit Maduros Ruecktritt! Den mit grosser Wahrscheinlichkeit, wuerde ein Kontenfreigabe, waehrend Maduro an der Macht bleibt ein grosser Teil des Geldes zu Gunsten des Regimes ausser Landes gebracht werden und die leidende Bevoelkerung haette abermals das Nachsehen!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Ted Stinson  (Ted Stinson)
      Als hätten die strukturellen Probleme und die Misswirtschaft in Venezuela mit den Sanktionen der USA zu tun. Aber Hauptsache, man kann die USA für alles verantwortlich machen und die nationale Regierung von der Verantwortung entbinden... Die Menschenrechtssituation würde kaum besser aussehen ohne US-Sanktionen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Enrico Dandolo  (Doge)
    @SRF: Darf man wissen, wohin Bachelet sie getreten hat ;-)? (Kommentar unter Video)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Enrico Dandolo Das wissen wir leider auch nicht:-) Besten Dank für den Hinweis, der Vertipper ist korrigiert.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen