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Türkei gegen «Islamischen Staat»
Aus Tagesschau vom 29.09.2014.
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International Bald türkische Bodentruppen im Kampf gegen IS?

Die Türkische Regierung erwägt eine Intervention gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Ankara will demnächst über einen Beitritt in der internationalen Koalition debattieren. Einen Einsatz von Bodentruppen will der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nicht mehr ausschliessen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat bekräftigt, dass sein Land eine militärische Unterstützung für die von den USA angeführte Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat IS erwäge.

«Wir werden dort sein, wo wir sein müssen», sagte Erdogan am Sonntag beim Weltwirtschaftsforum in Istanbul. Die Türkei könne bei dem Konflikt «nicht ausserhalb» stehen.

Erdogan: Bomben nur «provisorische Lösung»

Auch einen Einsatz von Bodentruppen schloss Erdogan nicht aus. Zugleich betonte er aber, dass langfristig ein militärisches Vorgehen gegen den IS nicht ausreiche, um die Dschihadisten-Miliz zu besiegen. Bomben könnten nur eine «provisorische Lösung» sein.

Schon Mitte letzter Woche hatte Erdogan am Rande der UNO-Generalversammlung Beratungen der türkischen Regierung über eine allfällige Unterstützung der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz angekündigt.

Parlament soll über Einsätze in Irak und Syrien beraten

Regierungschef Ahmet Davutoglu sagte, dass die Regierung heute einen Mandatsentwurf für einen Einsatz der Streitkräfte im Irak und in Syrien ins Parlament einbringen werde. Das Parlament werde am Donnerstag über die Vorlage debattieren.

Die US-Luftwaffe fliegt seit Anfang August Angriffe auf Stellungen der IS-Miliz im Irak, seit dieser Woche ausserdem in Syrien. Unterstützt wird sie dabei von Jordanien, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Washington kann dabei auch auf eine immer breitere Unterstützung von europäischen Partnern zählen. Nach Frankreich schlossen sich zunächst Grossbritannien, Dänemark, Belgien und die Niederlande an.

Syriens Aussenminister Walid al-Muallem mahnte den Westen an der UNO-Vollversammlung, sein Land habe seit dreieinhalb Jahren vor den IS-Terroristen gewarnt. Der USA warf er «Doppelmoral» vor. Washington bekämpfe den IS, unterstütze aber andere Gruppen mit Geld, Waffen und Ausbildung. «Das ist das Rezept für Gewalt und Terrorismus», so al-Muallem.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von O. Temiz , Berneck
    Bravo Türkei, der ganze Westen möchte die Wirtschaft der Türkei schwächen in dem man die Türkei in einen Krieg verwickelt! Kein Westlicher Bürger möchte wahr haben das die Türkei ein starkes Land ist.
    1. Antwort von B. Bedi , Alpnach
      @O.Temiz,: Oh, ich glaube eher, dass die Türkei einen Bündnissfall mit der NATO heraufbeschwört.
    2. Antwort von O.Temiz , Berneck
      @Bedi: durchaus möglich um nicht alleine in den Krieg gezogen zu werden! Wir hoffen doch alle hoffentlich, dass es nicht so weit kommt.
    3. Antwort von p.keller , kirchberg
      Die haben ja nicht einmal ihr eigenes Land im Griff.
    4. Antwort von Alfons Wilbert , Crisnee, Belgium
      Was ein kompletter Blödsinn! Der einzige der die Türkei schwächt ist deren Präsident, der Demagoge Erdogan! Er versucht mit allen Ihm üblichen Tricks die NATO in einen Bodenkrieg zu ziehen, und dann mit NATO Unterstützung sein Kurden Problem für immer zu Lösen. Er braucht somit noch nicht einmal mehr Giftgas gegen die Kurden einzusetzen! Es gibt nur eins: Die Türkei aus der NATO werfen!! In die EU werde die sowieso nie und nimmer aufgenommen!
  • Kommentar von B. Kerzenmacher , Frauenfeld
    Erdogan sitzt gerade zwischen allen Stühlen. Er hat Waffenlieferungen an die IS durchgewunken und IS-Kämpfer in türkischen Spitälern hochgepäppelt. Er verweigert den USA die Nutzung von Militärflughäfen zur Bekämpfung der IS-Banden. Da die Kurden momentan die einzige Gruppe sind die bereit ist sich den IS Mörderbanden zu widersetzen, kann Erdogan nach seinen dauernden Entgleisungen keine Rücksicht auf türkische Interessen erwarten, und muss daher die Waffenlieferungen an die Kurden hinnehmen.
  • Kommentar von Th. Widmer , Basel
    Erdogan: «Wir werden dort sein, wo wir sein müssen». Gibt es bei der IS ein Keppap Stand?