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Bericht des US-Senats US-Sicherheitsbehörden hatten Hinweise vor Sturm auf das Kapitol

  • Die Sicherheitsbehörden haben vor der Erstürmung des Kapitols offenbar Hinweise auf einen möglicherweise bevorstehenden Angriff gehabt.
  • Dies geht aus einem neuen Bericht des US-Senats hervor.
  • Anhänger des damaligen US-Präsidenten Donald Trump hatten am 6. Januar den Sitz des US-Kongresses in Washington erstürmt. Trump hatte zuvor seine Unterstützer bei einer Rede mit Wahlbetrugsbehauptungen aufgestachelt und erst später zur Ruhe aufgerufen.
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Aus dem Archiv: Wie kam es zur Stürmung des US-Kapitols?
Aus 10 vor 10 vom 07.01.2021.
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Die nachrichtendienstliche Koordinations-Abteilung der Kapitol-Polizei (IICD) sei sich des Gewaltpotenzials «in den Tagen und Wochen vor dem 6. Januar» bewusst gewesen. So steht es in einem veröffentlichten überparteilichen Bericht von zwei Senats-Ausschüssen. Kritische Informationen über die Bedrohung seien aber nicht weitergegeben worden.

Die Führung der Kapitol-Polizei sei ausserdem schlecht vorbereitet gewesen. Während des Angriffs sei die Kommunikation chaotisch, sporadisch und – nach Darstellung vieler Polizisten – «nicht vorhanden» gewesen.

Bericht legt zahlreiche Fehler offen

Im Senats-Bericht heisst es, die Untersuchung des Angriffs habe eine ganze Reihe von Fehlern der Sicherheitsbehörden zutage gebracht. So hätten beispielsweise weder die Bundespolizei FBI noch das Heimatschutzministerium vor der Bedrohung gewarnt, obwohl es im Internet Aufrufe zur Gewalt gegeben habe.

Der 128-seitige Bericht geht nicht näher auf die Rolle von US-Präsident Trump bei dem Angriff ein. Der damalige Präsident hatte den Mob erst spät dazu aufgerufen, sich aufzulösen.

Laut dem Sender CNN ist der Senats-Bericht vorsichtig formuliert worden, um die Unterstützung sowohl der Demokraten als auch der Republikaner zu erhalten.

Echo der Zeit, 08.06.2021, 18:00 Uhr;

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Frank Henchler  (Die Wahrheit ist oft unbequem)
    Die Frage die mich nach lesen der Kommentare umtreibt. Wie weit muss die Messlatte in einigen Köpfen noch verrutschen? Gewisse Leute sind nicht mehr in Lage, die einfachsten Zusammenhänge zu verstehen, bzw. sie richtig einzuordnen. Traurig
  • Kommentar von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
    Vor ein paar Jahren hat mir mal ein schweizerischer Expat in den USA gesagt, er lebe im Land der begrenzten Unmöglichkeiten. Schon damals habe ich bei meinen USA Aufenthalten genügend Anzeichen einer Bestätigung für diese Aussage bemerkt. Die Tatsache, dass ein Kernziel, selbst bei einer offensichtlichen Bedrohung, nur mangelhaft geschützt war, spricht Bände. Die Verantwortlichkeit dafür liegt wo genau? Leider bleibt dies im Artikel unklar!
  • Kommentar von Norbert Zeiner  (ZeN)
    Gab es je auch nur Schatten einer solchen Untersuchung zum terroristischen Angriff auf den Abgeordneten Steve Scalise im 2017, bei dem er nur knapp dem Tod entronnen ist. Oder der Angriff auf Senator Rand Paul ebenfalls im 2017, der schwere Verletzungen davon trug. Wohl kaum , die waren vom anderen Lager (GOP).
    1. Antwort von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
      Herr Zeiner, Wie kommen Sie dazu diese Ereignisse miteinander zu vergleichen? Die beiden Politiker wurden von Einzeltätern angegriffen. Der eine wurde nach seiner Tat erschossen und der andere war ein Nachbar, der eine zeitlang mit seinem Opfer zusammen gearbeitet hatte. Zudem ist zu lesen, dass Drohungen und Hasskommentare beide Parteien betreffen. Die Erstürmung des Kapitols spielt in einer ganz anderen Liga.
    2. Antwort von Franz Lehmann  ((DrFranz))
      Werter Herr Zeiner. Sie vergleichen Unvergleichlichbares, vgl. hierzu die Antwort von Herrn Meyer. Was ist die Intention dieser Ablenkung?