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Joe Biden legt seinen Eid ab
Aus News-Clip vom 20.01.2021.
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Bidens Amtseinführung Das waren die Highlights der Inauguration

Mit einem Aufruf zu Einheit und Versöhnung hat Joe Biden sein Amt als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika angetreten. Der 78-Jährige legte in einer feierlichen Zeremonie vor dem US-Kapitol in der Hauptstadt Washington seinen Amtseid ab. Die Feierlichkeiten liefen deutlich anders ab als sonst üblich. Ein Überblick über die wichtigsten Programmpunkte.

Die Vereidigung von Joe Biden: Der bekennende Katholik schwor auf eine massive Bibel seiner Familie – wie bei vergangenen Vereidigungen als Vizepräsident der Regierung von Ex-Präsident Barack Obama und als Senator. Dabei sprach er den üblichen Eid: «Ich schwöre feierlich, dass ich das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten getreulich ausführen und die Verfassung der Vereinigten Staaten nach besten Kräften wahren, schützen und verteidigen werde. So wahr mir Gott helfe.»

Die Vereidigung von Kamala Harris: Die Vizepräsidentin schwor auf zwei Bibeln, darunter die Ausgabe einer guten Freundin. Der Eid wurde ihr von Sonia Sotomayor abgenommen, der ersten lateinamerikanischen Richterin am Obersten Gerichtshof.

Die Antrittsrede von Joe Biden: Biden sagte in seiner Antrittsrede, ohne Einheit könne es keinen Frieden und keinen Fortschritt geben, sondern nur Verbitterung und Ärger. Er werde sich mit ganzem Herzen für Einheit und Versöhnung einsetzen. «Lasst uns neu anfangen», sagte er und rief dazu auf, einander zuzuhören. «Ich werde ein Präsident für alle Amerikaner sein», versprach Biden. «Dies ist der Tag der Demokratie.»

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SRF-Korrespondent Thomas von Grünigen zu Bidens ersten Tagen als Präsident
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Die musikalischen Highlights: Die Nationalhymne sang Lady Gaga – mit gewohnt starker Stimme und einem ausladenen Kleid, auf dem vorne die Brosche einer goldenen Friedenstaube prangte. Später sang Jennifer Lopez ein Medley aus «This Land Is My Land» und «America the Beautiful». Der Country-Sänger Garth Brooks schliesslich forderte bei seiner Darbietung alle Amerikaner zum Mitsingen des Liedes «Amazing Grace» auf.

Das traditionelle Gedicht: Die erst 22-jährige US-Poetin Amanda Gorman trug ein selbst geschriebenes Gedicht vor. Mit auffälligem roten Haarreif und in gelbem Mantel las Gorman ihr Werk «The Hill We Climb» (auf Deutsch etwa: Der Hügel, den wir erklimmen) vor. Es handelt von den schweren Zeiten, die die USA durchgestanden haben und noch durchstehen müssen, vom Sturm auf das Kapitol, aber auch von Hoffnung für die Zukunft.

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Junge Poetin Amanda Gorman liest ihr Gedicht
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Die Sicherheitsvorkehrungen: Bidens Amtseinführung am US-Kapitol fand unter nie da gewesenen Sicherheitsvorkehrungen statt. Vor zwei Wochen hatten gewalttätige Anhänger des abgewählten Präsidenten Trump das Parlamentsgebäude gestürmt. Die Angst vor weiterer Gewalt war daher gross. Das Zentrum Washingtons wurde weiträumig abgeriegelt. Neben zahlreichen Polizisten waren Tausende Mitglieder der Nationalgarde im Einsatz, um den Kongresssitz zu schützen.

Die Gäste: Wegen der Corona-Pandemie fand die Amtsübergabe ohne das sonst übliche Massenpublikum statt, es waren nur rund 1000 geladene Gäste anwesend, die genügend Sicherheitsabstand zueinander einhielten. Anstelle der Hunderttausenden Menschen wurde ein Meer aus Flaggen auf der Freifläche zwischen dem Kapitol und dem Lincoln Memorial platziert. Bidens Vorgänger Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton waren mit ihren Gattinnen anwesend – nicht jedoch Donald Trump. Dieser reiste bereits wenige Stunden vor Bidens Vereidigung aus Washington ab nach Florida. Trumps bisheriger Stellvertreter Mike Pence war dagegen an der Vereidigung.

Die Ankunft im Weissen Haus: Nach der Zeremonie vor dem Capitol wurden Präsident Joe Biden und First Lady Jill Biden mit einer Präsidenten-Eskorte zu seinem Wohn- und Amtssitz im Zentrum der Hauptstadt Washington gebracht. Die letzten Meter legten Joe und Jill Biden zu Fuss zurück.

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Joe und Jill Biden treffen im Weissen Haus ein
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Das Schlussfeuerwerk: Der Tag der Inauguration des 46. US-Präsidenten geht mit einem grossen Feuerwerk über der Hauptstadt Washington zu Ende. Das Präsidentenpaar zeigt sich auf dem Balkon des Blauen Raumes im Weissen Haus gezeigt.

SRF 4 News, 20.1.2021, 19 Uhr;

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Vischer  (Martin Vischer)
    Sicher war diese Inauguration besser als eine dieser üblen Trump-Shows. So richtig begeistert hat sie mich aber nicht. Ich fand dieses infantile Übermass an Pathos zum fremdschämen. Ob so die hart arbeitenden Amerikaner abgeholt werden können? Sieht der einfache Bürger einen Vorteil im Klimaabkommen, der WHO oder der Einwanderung von Latinos und Muslimen? Die kleinen Bürger brauchen eine echte Perspektive. Und die muss doch erstmal entworfen und angemessen kommuniziert werden.
  • Kommentar von Jan Meyer  (Wikinger)
    Eins muss man den Amerikanern lassen, trotz Corona u massiven Sicherheitsdispositivs haben sie der Inauguration einen würdigen Rahmen verleihen können. Die Rede des neuen Präsidenten zeugte von einem Brückenbauer, dem das Land wirklich am Herzen liegt u der in seiner Überzeugung für sein Land lebt, das er liebt u die Tragik, die Amerika fesselt, beenden möchte. Ein Mann des Volkes u kein Produkt eines elitären Etablishments, der niedere Geister fesselt für das persönliche Ego. Hat mir gefallen.
  • Kommentar von Enton Ultron  (Enton)
    Trotz alledem ist es bedenklich, dass diese Inauguration nur unter solch hohen Sicherheitsmassnahmen so ruhig ablaufen konnte.