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Brände in Kalifornien Verheerendes Feuer fordert weitere Tote

Legende: Video Feuer zerstört auch Promi-Villen in Malibu abspielen. Laufzeit 00:57 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 12.11.2018.
  • In Kalifornien steigt die Zahl der Brandopfer auf 31, nachdem in den nördlichen Katastrophengebieten weitere Leichen gefunden wurden.
  • Vermisst werden nach jüngsten Angaben der Behörden noch 228 Menschen, von denen man nicht wisse, was mit ihnen geschehen sei.
  • Das Feuer im Norden des US-Staates gilt damit als eines tödlichsten, das je in der Geschichte Kaliforniens verzeichnet worden ist.
Karte Kaliforniens mit den Brandorten und Zahlen zu Opfern und Schäden

Die Zahl der Todesopfer bei den Waldbränden in Kalifornien ist auf mindestens 31 gestiegen. Allein in der Gegend um die nordkalifornische Ortschaft Paradise seien mittlerweile 29 Opfer geborgen worden, teilte die Feuerwehr von Butte County mit. Die Brände im Norden Kaliforniens gehören zu den tödlichsten in der Geschichte des Bundesstaats. Noch mehr Menschenleben – gegen 50 – forderten erst im vergangenen Jahr mehrere Feuer.

8000 Feuerwehrleute im Einsatz

Die Behörden sprachen am Sonntag von 228 Personen. Vermutlich stehen aber auch Personen auf der Vermisstenliste, die sich bereits in Sicherheit bringen konnten. Chaotische Verhältnisse mit abgesperrten Strassen und ohne Telefonnetz erschweren die Suche nach Angehörigen.

Weit und breit kein Regen in Sicht

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Kalifornien bleibt trocken. Die Luftfeuchtigkeit ist im Moment unter zehn Prozent und laut SRF Meteo sieht es nicht danach aus, als würde sich das bald ändern. Regnen wird es zudem frühestens in acht bis zehn Tagen. Und auch der Ostwind bleibt beständig. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Feuers wird weiter extrem bleiben.

Mehr als 8000 Feuerwehrleute kämpften am Wochenende weiter gegen drei grosse Brände im Norden und Süden Kaliforniens an. Fast 150'000 Menschen hätte ihre Häuser räumen müssen, teilte die Einsatzleitung im Bezirk Los Angeles mit.

NASA-Fotos der Feuerkatastrophe

Darüber hinaus wurden im von Flammen heimgesuchten Küstenort Malibu zwei weitere Menschen tot aufgefunden.

«Neue Abnormalität»

Das Feuer im Norden des US-Staats gilt mittlerweile als das tödlichste, das je in der Geschichte Kaliforniens verzeichnet worden ist.

Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown zeichnete am Sonntag ein düsteres Bild für den dürregeplagten Westküstenstaat. Brown vertritt die Position zahlreicher Forscher, die den Klimawandel mit steigenden Temperaturen für schlimmere Dürren, heftigere Waldbrände und andere Wetterextreme verantwortlich machen. «Dies ist nicht die neue Normalität, es ist die neue Abnormalität», sagte Brown.

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37 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Reuteler (br)
    Also, Hr. Ducrey, Sie schreiben als wüssten Sie's. Nun bin ich dem Link nachgegangen, der beim Bild der NASA im Artikel angegeben ist. Der führt auf einen Kommentar eines Sachverständigen, der einige Jahre in Kalifornien im Parlament war. Der sagt jetzt z.B. dass grosse Teile der Wälder in Kalifornien der Föderation gehören, und dass diese ungleich früher nicht mehr so gut gepflegt werden aus verschiedenen Gründen: Bundesgelder gekürzt, Holzschlaggebühren erhöht, falsch verstandener Naturschutz
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  • Kommentar von R. Raphael (R.Raphael)
    @Ducray: Ich ūberlasse Ihnen gerne das letzte Wort......
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  • Kommentar von Bruno Bär (ursinho007)
    Tragisch, aber wenigstens, dass es sich in den USA abspielt, wo der ignorante Trump den Klimawandel leugnet. Fossile Brennstoffe sind ja sein Ding, das gibt Jobs und Geld. Wenn dann mal der Sauerstoff knapp wird, möchte ich sehen, wie er sich seine Dollarnoten in den Rachen steckt, um damit zu atmen.
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    1. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      @Bär: Was hat jetzt all das mit Klimawandel und Donald Trump zu tun? Ursache des Feuers war ein Blitzschlag, es ist Wald der brennt und brennen tut er, weil er brennen muss, damit er sich selbst verjüngen kann. Fakt ist, dass halt Menschen in Waldnähe wohnten und der Wald selbst halt verschiedenen Besitzern gehört, was die Pflege des Waldes und notabene der Brandschutz inkl. den administrativen Abläufen halt gehörig erschwert. Aber Hauptsache immer feste auf Trump draufhauen... gelle...
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