Zum Inhalt springen
Inhalt

Trump attackiert Kalifornien «Forstmanagement ist erbärmlich»

Legende: Audio Trump attackiert Kaliforniens Feuerwehren abspielen. Laufzeit 01:02 Minuten.
01:02 min, aus Nachrichten vom 11.11.2018.
  • Donald Trump stösst mit Vorwürfen und Drohungen den kalifornischen Feuerwehrverband vor den Kopf.
  • Dieser wehrt sich online und auf Sozialen Medien und erhält Rückendeckung vom national und international tätigen Kollegenkreis.

Während Tausende Feuerwehrsleute gegen die Feuerstürme in Kalifornien im Einsatz stehen, warf der US-Präsident den Behörden des westamerikanischen Bundesstaates Missmanagement vor. «Es gibt keinen Grund für diese massiven, tödlichen und teuren Feuer in Kalifornien ausser dem erbärmlichen Forstmanagement», schrieb Trump auf Twitter.

«Management ist erbärmlich»

Jährlich würden Milliarden Dollar ausgegeben, und trotzdem würden so viele Menschen sterben. Er drohte dem von den Demokraten regierten Staat mit dem Entzug von Bundesmitteln.

Der Verband der Feuerwehrleute in Kalifornien (CPF) feuerte zurück. Trump habe eine «uninformierte politische Drohung gegen die unschuldigen Opfer dieser verheerenden Feuer» ausgesprochen, schrieb Verbandschef Brian Rice auf Twitter. Dies sei auch ein «schmählicher» Angriff auf die Feuerwehrleute, die ihr Leben riskierten.

«schlecht informiert, schlecht getimt und erniedrigend»

Unterstützung im Schlagabtausch mit Trump erhielt Rice von seinem Kollegen, dem Präsidenten des USA- und kanadaweit agierenden Feuerwehrverbands International Association of Fire Fighters (IAFF). Harold Schaitberger warf Trump auf der IAFF-Website «einen verstörenden Mangel an wahrem Verständnis des Desasters» vor. Die Kommentare des US-Präsidenten seien «rücksichtslos und unverschämt» gegenüber den Einsatzkräften und Opfern, präzisierte der IAFF auf Twitter.

Unterdessen hat sich Trumps Ton gegenüber den Einsatzkräften geändert. Er twitterte einen halben Tag nach seiner Breitseite: «Unsere Herzen sind bei den Feuerwehrleuten.»

«Die Herzen bei den Feuerwehrleuten»

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

45 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Seit Jahren (wiederholt speziell nach dem Angora Fire 2007; South Lake Tahoe; Schaden damals rund 150 Mio. US$) fordern viele Bürger effizientere Konzepte zur Brandbekämpfung. All das liegt auch seit Jahren auf den Schreibtischen der Beamten und wäre weder teuer noch gäbe es viel zu tun, doch gemacht wird schlichtweg nichts. Dabei spielen politische Gründe durchaus eine Rolle. Ausbaden muss es letztendlich die Feuerwehr, der Hausbesitzer und die Allgemeinheit.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Also ich verbringe gut die Hälfte des Jahres in Nordkalifornien, kenne also solche Waldbrände zur Genüge und all den Trump-Bashern hier, die wohl kaum je mehr als ein-zwei Wochen Ferien in den USA verbracht haben, sei gesagt, dass nicht nur Trump dieses verbeamtete Waldmanagement kritisiert, sondern auch viele Bürger; dabei geht um die Beamten auf ihren Sesseln, nicht um die Feuerwehrleute, die nur ausbaden müssen, was "oben" nicht gemacht wurde und dabei oft ihr Leben riskieren.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Walter Wieser (Walt)
    Mein herzliches Beileid an die Opfer und deren Familien! Stellt sich mal die Frage warum es in Arizona trotz gleichen Bedingungen nur selten Braende groesseren ausmasses gibt? In Arizona werden die endlosen Ponderosa Waelder naturgerecht gepflegt. Das heisst gesaeubert und mit kontrolliertem Feuer das Unterholz entfernt. Wie die Natur es vormacht. In Kalifornien wird das alles unterdrueckt, bzw. von der Politik verhindert. Somit wird das Elend dort weitergehen. DT hat substantiell recht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Thomas F. Koch (dopp.ex)
      Würde Trump das Gleiche sagen und mit den selben Konsequenzen drohen, wenn CA ein roter Staatfaden wäre? Unabhängig davon, ob er recht hat oder nicht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen