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Europaparlament verabschiedet britische Ratskollegen
Aus Echo der Zeit vom 29.01.2020.
abspielen. Laufzeit 03:23 Minuten.
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Brexit im EU-Parlament durch Sieger Farage präsentiert sich in Feierlaune

Die Abgeordneten verabschiedeten mit emotionalen Worten ihre englischen Kollegen. Nigel Farage hingegen wird Europa nicht vermissen.

Es ist eine Debatte und eine Abstimmung, die in den Augen der Mehrheit der Mitglieder des Europäischen Parlamentes eigentlich nie hätte stattfinden sollen. Entsprechend häuften sich die wortreichen Formulierungen mit immer der gleichen Grundaussage: wir bedauern. So etwa die Sozialdemokratin Iratxe Garcia Perez.

Für die Grünen ist der kommende Samstag einfach nur traurig: «Es wird ein trauriger Tag», so Philippe Lamberts. Für die Liberalen und die Volkspartei war der Austritt ein grosser Fehler, wie Manfred Weber betonte.

Keine Mitgliederbeiträge mehr, kein Europäischer Gerichtshof mehr, kein Fischerei-Abkommen mehr und keine Debatten mit Guy Verhofstadt mehr.
Autor: Nigel FarageBrexit-Party

Nur ein Redner triumphierte: Nigel Farage von der Brexit Party. Das Europäische Parlament eröffnete ihm so viel Öffentlichkeit, wie ihm daheim nie zuteil wurde. Damit er politisch das erreichte, was der alleinige Programmpunkt seiner Partei ist: das vereinigte Königreich nach mehr als 47 Jahren Mitgliedschaft aus dem Länderverbund Europas herauszulösen.

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Nigel Farage in Feierlaune
Aus Tagesschau vom 29.01.2020.
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Nigel Farage hat sein Ziel erreicht

«Keine Mitgliederbeiträge mehr, kein Europäischer Gerichtshof mehr, kein Fischerei-Abkommen mehr und keine Debatten mit Guy Verhofstadt mehr». Der Jubel seiner Brexit-Kollegen war ihm sicher.

Ihr brachtet uns Weisheit, Charme und Intelligent hierher – fast alle zumindest. Und Sturheit.
Autor: Guy VerhofstadtBrexit-Berichterstatter im EU-Parlament

Guy Verhofstadt, Brexit Berichterstatter des Parlamentes, war stets Farage's grösster Gegenspieler. Der Belgier bedauert den Brexit, immer noch. «Traurig zu sehen, dass ein Land austritt, das uns in zwei Weltkriegen befreite.» Er zollte Respekt für die stets unbequeme Kollegen: «Ihr brachtet uns Weisheit, Charme und Intelligent hierher-fast alle zumindest. Und Sturheit.»

Freunde bleiben

Nach vorne schaute schliesslich Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Schwierige Verhandlungen über das künftige Verhältnis der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich stehen bevor.

Von der Leyen setze auf faire und freundliche Verhandlungen. Freunde wolle man bleiben. Ob das gelingen wird, zeigen die Verhandlungen, die nun erst beginnen.

Echo der Zeit, 29.1.2020, 18:00 Uhr

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Maria Kaiser  (Klarsicht)
    Würde es so sagen: Diese EU ist in der heutigen Form eine Totgeburt. Ansonsten ist die EU eine sehr gute Handelsgemeinschaft und mehr sollte sie auch nicht sein -mit einer Einheitswährung nach dem BIP eines jeden Landes mit Geldmenge ausgestattet dann läuft es rund.
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  • Kommentar von Michi Leemann  (mille)
    Einfache Logik: Wenn ein einzelnes Land (wie bspw. GB) mit einem riesigen Staatenbund (wie bspw. USA/EU) verhandelt, wird der Stärkere/Grössere dem Kleineren seine Position/Macht aufzeigen und das bessere Resultat für sich erreichen. GB wäre in einer starken EU in der besseren Position. Jeder für sich (a la GB) gegen die Grossen wie China, RU, USA, EU etc. ist nachteilig für den Kleinen. Wer das nicht verstehen WILL, hat noch nie verhandelt. Schade UK, aber dennoch good Luck (was ihr braucht)!
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  • Kommentar von Benedikt Walchli  (Baenzi)
    Farage hat mit seiner Rede den Nagel wieder auf den Kopf getroffen. Die EU war von Anfang an eine Totgeburt.
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    1. Antwort von Toni Koller  (Tonik)
      Die EU ist offensichtlich keine „Totgeburt“, sondern existiert seit Jahrzehnten. Und zwar insgesamt erfolgreich. Man stelle sich nur mal alles ohne EU vor: Zwei Dutzend Länder und Ländchen mit je eigener Währung, eigenen Handels- und Produktenormen und Zollschranken, notdürftig verbunden über tausende je bilateraler Verträge - es wäre ein bürokratisches Chaos sondergleichen. Wohlstand würde ein solches Durcheinander gewiss nicht generieren - eher schon Konflikte bis hin zum Krieg. Wie früher ..,
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    2. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Baenzi. Seit 70 Jahren eine Totgeburt.....
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