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Legende: Audio May will Opposition auf Kosten der Einheit ihrer Partei miteinbeziehen abspielen. Laufzeit 02:02 Minuten.
02:02 min, aus HeuteMorgen vom 03.04.2019.
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Brexit-Wirren May will Lösung mit Opposition – und neuen Aufschub

  • Die britische Premierministerin will Brüssel um eine weitere – möglichst kurze – Verlängerung der Frist für den Austritt aus der EU bitten.
  • Derzeit ist der Brexit für den 12. April geplant.
  • Gleichzeitig will sich May mit der Opposition abstimmen, um doch noch eine Mehrheit im Parlament für das Brexit-Abkommen zu erreichen, das bereits drei Mal abgelehnt wurde.
  • Oppositionschef Jeremy Corbyn nahm das Gesprächsangebot von May an. «Wir erkennen an, dass sie sich bewegt hat», so Corbyn.

Ziel der erneuten Verlängerung ist laut May, zusammen mit der Opposition eine Lösung für den EU-Austritt zu finden. Der gemeinsame Plan solle dann in der kommenden Woche den anderen EU-Staaten vorgelegt werden, sagte May nach einer mehrstündigen Kabinettssitzung. Er müsse sich jedoch im Rahmen des bisherigen Austrittsabkommens mit der EU bewegen.

Die Verlängerung solle dabei «so kurz wie möglich» sein. Diese soll nicht über den 22. Mai hinausgehen, damit Grossbritannien nicht an der Europawahl teilnehmen muss. Die EU müsste einer Verlängerung zustimmen. Ohne eine derartige Einigung verlässt Grossbritannien am 12. April die Staatengemeinschaft.

Der Schritt Mays markiert eine dramatische Kehrtwende in Mays Brexit-Kurs. Bislang lehnte May Zugeständnisse an die Opposition kategorisch ab. Die oppositionelle Labour-Partei fordert eine weitaus engere Anbindung an die EU nach dem Brexit als bisher von London geplant.

Kein Brexit ohne Vertrag

Zuvor hatte eine überparteiliche Gruppe von Abgeordneten im britischen Parlament angekündigt, einen Brexit ohne Vertrag per Gesetz verhindern zu wollen. Das sagte die Labour-Abgeordnete Yvette Cooper in London an.

«Wir sind in einer gefährlichen Situation», schrieb die Abgeordnete Cooper auf Twitter. Die langjährige Gegenspielerin Mays forderte die Regierungschefin auf, einen Plan zur Verlängerung der Austrittsfrist über den 12. April hinaus vorzulegen.

Legende: Video Brexitblockade hält an abspielen. Laufzeit 02:45 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.04.2019.

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41 Kommentare

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  • Kommentar von werner zuercher (Werner Zuercher)
    Frau May macht die Merkel. Legt sich mit dem politischen Gegner ins Lotterbett, um die Macht zu erhalten. Auf der anderen Seite wird die EU jede Frist verlängern die Frau May will! Denn damit bleibt die Hoffnung erhalten das GB überhaupt nicht austritt oder zumindest so dass, zwischen drin bleiben und austreten kein erkennbarer Unterschied mehr ist. Denn mit Großbritannien tritt die viertgrößte Wirtschaft aus der EU aus. So groß wie die 17 kleinsten EU Länder. Was leicht das Ende der EU wird!
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  • Kommentar von Armin Hug (Hugi)
    Aussichtlos! Falls May Labour zu stark entgegen kommt, und dass wird sie müssen, damit Corbyn mitspielt, wird sie den Rückhalt bei den Brexiteers in den eigenen Reihen verlieren. Entweder zieht sie das Austrittsgesuch zurück oder es kommt zum Hard-Brexit, wobei ich letzterem höhere Chance beimesse.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Die Engländer werden die ganz grossen Verlierer sein. ich will das auch Begründen. Kanada, Neuseeland und Australien sind seit längerer zeit dabei sich vollkommen von England abzulösen. Diese Länder konnten mit der EU Geschäften in dem alles über England lief. Nach dem Brexit sind diese Länder nicht mehr auf England angewiesen und können die Geschäfte direkt mit der EU abwickeln, dabei gehen England viele Geschäfte verloren (besonders bei den Devisen).
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    1. Antwort von Rolf Trösch (Rolf T)
      Wird Zeit dass auch die Letzten einsehen, dass es mit dem Brexit rundum nur Verlierer gibt. May hätte es in der Hand den Austrittsantrag zu schreddern.
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